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Donnerstag, 16. Oktober 2014

Nexus 6: Google-Phablet mit Android 5.0 Lollipop und 6 Zoll WQHD-Display ist offiziell

Wie erhofft hat Google heute endlich die Hüllen von seinen neuen Produkten entfernt. Mit dabei: das Nexus 6. Durch diverse Leaks und Gerüchte konnten wir uns ein grobes Bild von dem Google-Phablet machen, die sich nun zum großen Teil mit der offiziellen Vorstellung per Blogpost und Produktseite bewahrheiten.
Das Nexus 6 – ja, so heißt es trotz zwischenzeitlicher Unsicherheiten schließlich wirklich. Es ist ein ausgewachsenes Phablet aus dem Hause Motorola, das ein wenig aussieht wie das Moto X (2014), nur größer.
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Was die Spezifikationen anbelangt, so ist das Nexus 6 ein wenig besser ausgerüstet. Als Prozessor ist ein Snapdragon 805 mit 2,7 GHz verbaut, der von 3 GB RAM und einer Adreno 420-Grafikeinheit unterstützt wird. Damit ist im neuen Nexus 6 einer der schnellsten 32-Bit-Prozessoren verbaut, die es derzeit auf dem Markt gibt. Das AMOLED-Display ist auch nicht zu verachten, es besitzt eine Bilddiagonale von 5,9 Zoll und löst mit 2.560 x 1.440 Pixeln auf – die Pixeldichte beträgt damit stattliche 493 ppi. In puncto Speichergröße hat Google ein Einsehen und verpasst seinem Phablet ob eines immer größer werdenden Speicherbedarfs optional 32 GB oder 64 GB – ein microSD-Karteneinschub ist wie bei allen Nexus-Geräten der letzten Jahre nicht vorhanden.
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Die Hauptkamera des Nexus 6 besitzt einen 13 MP-Sensor mit optischem Bildstabilisator, einer F/2.0 Blende nebst LED-Ringblitz – damit wird die Auflösung im direkten Vergleich mit dem Vorgänger, dem Nexus 5 angehoben, der Bildstabilisator bleibt aber zum Glück erhalten. Nach Angaben Googles sind nun auch Videoaufnahmen in 4K-Qualität mit 30 fps möglich. Die Frontkamera löst mit 2 MP auf. Frontseitig befinden sich zudem Stereolautsprecher, ähnlich wie sie im Moto G (2014) oder HTCs One-Geräten verbaut sind. Der Akku des Google-Phablets besitzt eine Kapazität von 3.220 mAh und sollte das Gerät bei durchschnittlicher Nutzung über zwei Tage bringen, zumal dank vorinstalliertem Android L auch Googles Energiemanagement Tool Project Volta an Bord ist. Darüber hinaus besitzt das Gerät einen Turbo-Lademodus, mit dem der Akku binnen 15 Minuten geladen werden kann, um weitere 6 Stunden zu laufen.
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Wie es sich für ein Gerät mit dem Snapdragon 805-SoC gehört, sind WLAN ac, Bluetooth 4.1 LE, NFC GPS und GLONASS im 184 Gramm schweren und 82,9 x 159,2 x 3,8 bis 10,06 Millimeter großen Phablet integriert. So gut sich die Spezifikationen auch lesen, Google hat ein bei vielen geschätztes Feature nicht verbaut: Auch Kabelloses Laden nach dem Qi-Standard ist mit an Bord. Zudem ist es wie das Moto X wasserresistent.
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Das Nexus 6 soll gegen Ende Oktober vorbestellbar und im Laufe des Novembers in den Farben Blau und Weiß den Handel kommen. Ein Euro-Preis ist noch nicht bekannt, in den USA soll es ab 649 US-Dollar (circa 510 Euro) losgehen.
Erstes Unboxing des Nexus 6, in einem Vine festgehalten:

Donnerstag, 2. Oktober 2014

Nexus 6 „Shamu“: Mutmaßliches Google-Phablet in freier Wildbahn gesichtet

Recht unerwartet ist Googles Nexus 6 gesichtet worden und zwar keineswegs im Zuge einer glanzvollen offiziellen Präsentation, sondern offenbar in den Händen eines Reisenden im Zug. Wie auf einem Foto zu sehen ist, scheint ein Mitarbeiter von Motorola oder Google bereits einen funktionierenden Prototypen des Nexus 6„Shamu“  in den Händen zu halten. Überraschenderweise wirkt das Gerät mit 6 Zoll-Display hierbei gar nicht so groß, wie vermutet.
Das Nexus 6 befindet sich aktuell noch unter Verschluss und wartet gut verborgen vor den Augen der Öffentlichkeit auf den Tag der Enthüllung – könnte man zumindest meinen. Tatsächlich scheint mindestens eine Person bereits das Nexus-Smartphone, welches Android-Fans rund um den Globus bereits gespannt erwarten, als täglichen Alltagsbegleiter zu benutzen: Die Kollegen von Android Police sind nun in den Besitz eines Fotos gelangt, auf dem das Nexus 6 in freier Wildbahn zu sehen ist. Die Identität des Besitzers bleibt weiterhin ein gut gehütetes Geheimnis, denn um dem unfreiwilligen Verantwortlichen Ärger zu ersparen, hat Android Police die für Smartphone-Prototypen typischen Identifikationsmarker unkenntlich gemacht.
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Interessanter dürfte aber ohnehin das Phablet selbst sein: Da das Gerät in einem Case steckt, ist ein Urteil über das Gerät nur in begrenztem Umfang möglich. Im Prinzip sieht man vom Rahmen dadurch nur die recht weit unten positionierte Lautstärkewippe und Power-Taste, von denen bereits vor einigen Tagen die Rede war. Zumindest lässt sich aber ein recht guter Blick auf die Front werfen: Die Frontlautsprecher sind wie beim Moto X (2014) als längliche Rundungen oben und unten zu finden und selbst mit dem Case ist zu erkennen, dass der Rahmen links und rechts vom Display recht schlank ist. Auf dem Bildschirm des Smartphones ist zudem offenbar das neue Android L Design der Statusbar und Navigationsleiste mit überarbeiteten, kleineren Symbolen zu sehen. An der Oberseite befindet sich zudem mittig wie beim Moto X (2014)der Kopfhöreranschluss.
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Ein weiteres Bild wurde veröffentlicht: Die Bezel des Nexus 6 erscheinen in der Tat schmal, wie auch der untere Bereich des Phablets.
Insgesamt wirkt das Smartphone gar nicht so kolossal wie man anhand der Bildschirm-Diagonale von 6 Zoll vermuten würde, vielleicht handelt es sich hierbei aber auch um eine durch den Blickwinkel beziehungsweise mangels Referenzobjekten auftretenden Eindruck. Einen Blick auf die Rückseite konnte man bereits zuvor auf einem Foto zusammen mit dem LG G3 beobachten, wobei immer noch nicht klar ist, ob es sich wirklich um das Nexus 6 handelt. Das von Android Police kürzlich erstellte Mock-Up scheint die Realität recht gut getroffen haben – hier ist es zum Vergleich zu sehen:
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Freitag, 26. September 2014

Nexus 6/X: Angebliches erstes Fotos des „Shamu“, Größenvergleich mit dem LG G3

Gestern erst gab es neue Details zum Nexus 6 oder Nexus X zu verzeichnen, das auch unter dem Codenamen „Shamu“ kursiert. Nun ist ein erstes angebliches Foto des nächsten Nexus-Geräts aufgetaucht. Auf diesem ist ein sehr großes Smartphone im Moto X (2014)-Design von der Rückseite zu erkennen. Im Größenvergleich mit dem LG G3 wirkt das Phablet von LG geradezu klein.
Nachdem gestern ein Bericht mit neuen Details und einem Mockup des Nexus 6veröffentlicht wurde, soll das Google-Phablet nun auf einem ersten Foto zu sehen sein. Dieses entspricht grob den Beschreibungen von gestern: Es sieht aus wie ein „aufgeblasenes“ Moto X (2014) und besitzt allem Anschein auch den Metallrahmen des neuen Motorola-Smartphones. Ferner trägt das Phablet einen Aufkleber mit der Aufschrift „Shamu“, der schon eine Weile auf dem Gerät zu kleben scheint. Ein Beweis, dass es sich um das Nexus-Gerät handelt, stellt das natürlich nicht dar. Wir sind auch noch etwas skeptisch, dass wir es hier mit dem Google-Phablet – zumindest der finalen Version – zu tun haben.
Das auf dem Bild zu sehende Motorola-Gerät besitzt ohne Zweifel die richtige Größe, um das kolportierte Nexus 6 zu sein – ein 5,92 Zoll in der Diagonale messendes Display dürfte in das große Gehäuse problemlos passen, allerdings fehlt dem Gerät beispielsweise der übliche Nexus-Schriftzug. Zudem heißt es, dass anstelle des Motorola-Logos auf der Rückseite des Phablets ein Fingerabdruckscanner verbaut sein soll – zu sehen ist davon aber nichts. Ein weiteres Detail deckt sich aber mit dem gestern veröffentlichten Details: Die Hardwarebuttons an der Seite scheinen ein Stück weiter nach unten positioniert worden zu sein. Allerdings würde das wohl jeder Hersteller bei einem Phablet so handhaben.
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Haben wird es hier nun mit dem Nexus 6 zu tun oder nicht? Diese Frage lässt sich nicht eindeutig beantworten. Ja, möglich ist es, doch es dürfte ein früher Prototyp sein. Allerdings ist es genauso möglich, dass wir es hier mit dem Moto S zu tun haben, von dem vor einigen Tagen die Rückseite von HellomotoHK auf Facebook geleakt wurde. Bei diesem Gerät soll es sich um ein Phablet handeln, das unabhängig von Google entwickelt wird – wann Motorola es vorstellen wird, ist ungewiss.
Gewissheit über die Identität des Phablets werden wir erst haben, wenn Google – angeblich Mitte Oktober – seine neuen Nexus-Geräte offiziell enthüllt. Wir halten euch auf dem Laufenden und berichten zeitnah.

Mittwoch, 24. September 2014

Nexus 6 & 9: Vorstellung Mitte Oktober, Android L-Release Anfang November [Gerüchte]

Es wird in diesem Jahr ein spannender Herbst: Abermals deuten weitere Gerüchte einen Herbst-Release von Android L und der dazugehörigen Hardware an. Glaubt man aktuellen Informationen, die Android Authority zugespielt wurden, so wird das Nexus 6 oderNexus 5 (2014), das möglicherweise von Motorola stammt, ebenso wie das Nexus 9 von HTC Mitte Oktober vorgestellt. Obwohl beide Geräte bereits zusammen mit der neuen Android-Iteration präsentiert werden dürften, soll die neue Version allerdings angeblich erst am 1. November verfügbar sein.
Fans von Geräten mit Stock-Android dürfte die Vorstellung von Geräten wie dem Samsung Galaxy Note 4 oder dem iPhone 6 Plus gänzlich kalt gelassen haben. Vielmehr steht schließlich noch der Release des Nexus 6, Codename „Shamu“ unmittelbar bevor und auch Freunde von Android-Tablets werden mit dem HTC Nexus 9, versehen mit NVIDIAs 64-Bit Tegra K1-SoC, auf ihre Kosten kommen. Nachdem der bekannte Entwickler Paul O’ Brien bereits den 16. Oktober als Release-Termin für das Nexus 9 verlauten ließ, gibt es nun nach Angaben von Android Authority übereinstimmende Angaben aus zwei voneinander unabhängigen Quellen. So sollen sowohl das Nexus 6 –  Gerüchten zufolge könnte es auch Nexus X heißen, möglicherweise aber auch schlichtNexus 5 (2014) – als auch das Nexus 9 Mitte Oktober vorgestellt werden, entweder am 15. oder am 16. des Monats. Zusammen mit der Hardware wird vermutlich auch Android L vorgestellt und demonstriert werden.
Der Release der neuen Android-Version für die breite Nutzerschaft verzögert sich allerdings voraussichtlich um einige Zeit nach dem Vorstellungs-Event. Angeblich wird die neue „Software-Initiative“, wie die Quellen es nennen, erst am 1. November starten. Ob damit das Auslieferungsdatum der zweifelsohne mit Android L ausgestatteten neuen Nexus-Geräte gemeint ist, und/oder vielleicht die allgemeine Verfügbarkeit für die übrigen Nexus-Geräte, ist indes unklar.
Man sollte nicht vergessen zu erwähnen, dass es sich hierbei nach wie vor nur um Gerüchte handelt, sodass noch keine handfesten Aussagen getroffen werden können.

Freitag, 19. September 2014

Sundar Pichai im Interview: Android-Chef verspricht höherwertige Android One-Geräte & Google Wallet-Update

Sundar Pichai, Chef der Android- und Chrome-Abteilung bei Google, hat im Zuge des Android One-Starts ein Interview im indischen Fernsehen gegeben. In diesem erläutert er unter anderem die Relevanz der neuen Plattform, trifft aber auch interessante Aussagen über künftige Android One-Geräte und den hauseigenen Zahlungs-Dienst Google Wallet.

Android One: Mittelklasse-Modelle kommen

Pichai erläuterte im Interview mit Vikram Chandra vom indischen TV-Sender NDTV, dass man das Android One-Programm bewusst in Indien gestartet habe, da nur 10 Prozent aller Inder ein Smartphone ihr eigen nennen würde. Ferner seien Inder im Allgemeinen technikinteressiert, so Pichai, daher sei das Land mit über einer Milliarde Einwohnern ein Markt mit großem Potenzial. Um diese Kundschaft zu erreichen, hat man, so Pichai, Einsteiger-Smartphones mit solider Ausstattung zum erschwinglichen Preis in Kooperation mit diversen indischen Hardware-Partnern entwickelt.
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Mit der Android One-Plattform möchte man vor allem jene Kunden für sich gewinnen, die bislang nur ein Feature-Phone besitzen. Letztere Geräte verfügen lediglich über begrenzte Funktionalität, wohingegen Smartphones regelrechte Minirechner mit mannigfaltigen Einsatzmöglichkeiten sind. Mit einem solchen Gerät und Internetzugang erhalten Menschen Zugriff auf alle erdenklichen Services und natürlich Informationen – vorausgesetzt, sie wissen, wie man mit dem Smartphone umgeht.
Der Android-Chef ging auch auf künftige Pläne ein, die man mit Android One habe. Zum einen erwähnte er weitere Hardware-Partner, die One-Geräte fertigen werden. Zum anderen – und hier wird es noch interessanter – beabsichtige man Android One-Smartphones zu entwickeln, die im oberen Einsteiger- bis Mitteklasse-Segment angesiedelt sind und umgerechnet zwischen 150 und 350 US-Dollar kosten sollen – praktisch eine Preisklasse unterhalb der Nexus-Geräte. Hier könnte man mutmaßen, dass Google das „Silver“-Programm zugunsten der höherpreisigen Android One-Geräte eingestampft haben könnte, da es einige Überschneidungen bei beiden Konzepten gibt.
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Auch die recht beliebte Frage wurde gestellt, ob man die Android-Plattform so konsistent gestalten könne, wie Apple es mit iOS und seiner Hardware geschafft habe. Hier argumentiert Pichai, dass man stolz darauf sei, dass Android offen und flexibel ist. Aus diesem Grund könne man Geräte entwickeln, die vielen unterschiedlichen Anforderungen gerecht werden – mit iOS wäre dies unmöglich. Allerdings versuche man das Beste aus beiden Welten zu vereinen, um auf eine einheitliche Basis zu gelangen. Und genau dies versuche man mit Android One zu erreichen. Angesichts dessen, dass man Herstellern bestimmte Hardwarevorgaben macht, an die sie sich zu halten haben, und Google sich letztlich um die Software-Basis und Aktualisierung der Geräte kümmert, kann man festhalten, dass das Unternehmen abgesehen von den Nexus-Geräten noch nie so viel Kontrolle über die Hardware ausgeübt hat.
Auch wenn Google teurere Android One-Modelle in Planung hat, ist fraglich, ob diese auch beispielsweise in Europa angeboten werden. Bislang klingt es eher so, als wären die günstigen Ones der Einstieg und die teureren Geräte eine Art Upgrade für jene, denen die Einsteigermodelle nicht mehr „genügen“ und ausreichend Geld haben, sich bessere Geräte leisten zu können. Aber lassen wir uns überraschen.

Google Wallet mit neuen Funktionen

Doch nicht nur über Android One hat Pichai geplaudert, sondern auch über weitere Dienste beziehungsweise Produkte. Insbesondere das Thema Google Wallet ist im Lichte der Vorstellung des neuen Bezahldienstes Apple Pay interessant. Viele sehen Apples Pay als die spannendste Neuerung, die aus dem iPhone-Event am 9. September hervorgegangen ist. Pichai zufolge werden via Google Wallet viele Zahlungen vorgenommen. Man darf nicht vergessen, dass dieser Bezahldienst tief mit Google Play verbandelt ist. Entsprechend wird jede gekaufte App, jedes Nexus-Phone, -Tablet oder -Zubehör via Google Wallet bezahlt. Doch damit will Google sich nicht zufrieden geben. Laut Pichai wird es in den kommenden Monaten ein großes Update des Dienstes geben. Was dies konkret bedeutet, ist ungewiss, allerdings deutete der Android-Chef eine Offline-Bezahlmöglichkeit an. Insbesondere in Entwicklungsländern haben SIM-Services und der Geldverkehr per SMS eine enorme Bedeutung, möglicherweise will Google eine offline lauffähige Alternative für Smartphones anbieten. Ob Google mit seinen kommenden neuen Wallet-Diensten auf Apples Pay reagiert oder diese schon seit geraumer Zeit in Planung hat, ist schwer zu sagen. Wir können gespannt sein, ob die Neuerungen auch für Europa von Relevanz sind.
Das Interview in englischer Sprache mit Sundar Pichai in voller Länge:
Quelle: NDTV [via Andreas Proschofsky]

Donnerstag, 28. August 2014

Nexus X im Doppelpack: Zwei Displaygrößen geplant

Erst vor wenigen Tagen berichteten wir davon, dass das nächste Nexus-Smartphone auf den Namen Nexus X hören könnte und von Motorola gebaut werden soll. Jetzt gibt es neue Gerüchte, laut denen Google in diesem Jahr sogar gleich zwei verschiedene Nexus-Smartphones planen könnte.
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Nexus X: In diesme Jahr könnten uns gleich zwei Smartphones erwarten. / © ANDROIDPIT


Laut Phone Arena soll das Nexus X auf dem noch unbekannten Motorola-Smartphone Moto S basieren. Eine Insider-Quelle will nun in Erfahrung gebracht haben, dass Motorola für das Moto S zwei verschiedene Display-Größen austestet, 5,2 Zoll und 5,9 Zoll, später aber nur ein Modell auf den Markt bringen will. Sollte sich Motorola hierbei für die Variante mit 5,9 Zoll entscheiden, so könnte Google das kleinere Moto S als Grundlage für ein weiteres Nexus-Smartphone nutzen, sodass der potenzielle Käufer zum ersten Mal die Wahl zwischen zwei verschiedenen Displaygrößen bei einem Nexus-Smartphone hätte.
Angesichts der Tatsache, dass das Nexus X mit seinen fast 6 Zoll überdurchschnittlich groß ausfallen würde, wäre der Gedanke, ein kleineres Nexus X anzubieten, gar nicht mal so abwegig. Ende Oktober sollten wir auf jeden Fall mehr wissen, denn zum jetzigen Zeitpunkt wird mit einer Veröffentlichung an Halloween gerechnet.

Montag, 25. August 2014

Nexus X: „Nexus 6“ von Motorola soll zu Halloween vorgestellt werden [Gerücht]

In der Gerüchteküche um das nächste Google-Phone geht es zurzeit in Sachen Nexus 6 hoch her. Wie phoneArena aus internen Kreisen erfahren haben will, wird das nächste Google-Phone, das tatsächlich von Motorola stammen soll, den Namen Nexus X tragen und die Modellnummer XT1100 besitzen. Ferner kursiert ein neuer Termin für die Vorstellung von Android L und Nexus-Hardware.
Die gut vernetzten Macher von phoneArena haben neue, allerdings unbestätigte Informationen zum Release und zur Bezeichnung des nächsten Google-Phones erhalten. Demzufolge wird das nächste Nexus-Smartphone aus dem Hause Motorola stammen und den Namen Nexus X tragen – zumindest wird dieser Name intern verwendet. Es dürfte gemäß den Gerüchten aber darauf hinauslaufen, dass dies die finale Bezeichnung des Geräts wird, denn Nexus 6 wird es mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit aus markenrechtlichen Gründen nicht.
Wir, wie auch viele Tech-Portale, haben den Namen Nexus 6 zwar in den letzten Monaten für das nächste Google-Phone verwendet, da das „Motorola Shamu“angeblich einen 5,9 Zoll in der Diagonale messenden Bildschirm haben soll,  allerdings ist schon seit Jahren recht klar, dass es sich mit dem Namen Nexus 6 recht problematisch verhält. Denn seit 2009 klagen die Verwandten von Philip K. Dick, dem Autor des Science-Fiction-Klassikers „Do Androids dream of Electric Sheep?“ (deutscher Titel: „Träumen Androiden von elektrischen Schafen?“), auf dem der Film Blade Runner basiert, gegen Googles Verwendung der Marke Nexus. Auch wenn Google die Nexus-Marke seit Jahren nutzt, so könnte es mit der Bezeichnung Nexus 6 schwieriger werden, denn Nexus 6 heißt die Android-Modellreihe in Philip K. Dicks Werk. Angesichts der Nähe zu den Buch-Androiden könnte Google einen Bogen um diese Namen machen, um Rechtsstreitigkeiten zu vermeiden.
Darüber hinaus will man bei phoneArena auch an einen Vorstellungstermin der Nexus-Geräte und Android L gekommen sein: Demzufolge soll ein Release gegen Ende Oktober zu Halloween (31. Oktober) stattfinden, und zwar ganz ohne Event, wie in den Jahren zuvor, die neuen Geräte sollen einfach in den Play Store entlassen werden. Ob dem so ist, wird sich zeigen. Angesichts dessen, dass Google mit Android L nach eigenen Angaben eine der größten Updates seit Vorstellung des mobilen OS in der Mache hat, ist es schwer vorstellbar, dies ganz ohne Event zu präsentieren. Älteren Gerüchten zufolge könnte Google auch ein Event gegen Anfang Oktober anberaumen, um Android L und die neue Nexus-Familie gebührend zu zelebrieren.

Donnerstag, 14. August 2014

Nexus 6: Technische Daten durch Benchmarks bestätigt

Jüngste Benchmarks haben ein relativ klares Bild ergeben, was wir mit dem mutmaßlichen Nexus 6 in den Händen halten werden. Wir liefern Euch die technischen Daten des Motorola/Google Shamu, die daraus hervorgehen.
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Das Nexus 6 nimmt langsam Gestalt an. / © ANDROIDPIT
Nachdem in den vergangenen Stunden aus mehreren Quellen Benchmark-Ergebnisse und andere Leaks vorgedrungen sind, klärt sich langsam das Bild zur Hardware des Nexus 6. Sowohl AnTuTu als auch GFXBench haben gezeigt, dass als Prozessor ein Snapdragon 805 von Qualcomm mit 2,65 GHz zum Einsatz kommen soll. Drei GB Arbeitsspeicher stehen ihm zur Verfügung. Das Display soll 5,2 Zoll groß sein und mit 1.440 x 2.560 Bildpunkten (WQHD) auflösen. Im Vergleich zum Vorgänger macht man hier also den größten Schritt nach vorne.
AndroidPIT Google Nexus 6 benchmarks
Zwei Benchmarks, zweimal fast dieselben Spezifikationen: Das Nexus 6 nimmt allmählich Gestalt an. / © AnTuTu/GFXBench
Auch die Auflösungen der verbauten Kameras scheinen festzustehen. Die Frontkamera soll circa zwei Megapixel aufzeichnen, die Rückseitige Kamera zwischen 12 und 13 Megapixel.
Die Frage, die sich echten Techies aufdrängt, ist, warum Google mit dem Shamu darauf verzichten soll, das erste 64-Bit-Nexus auf den Markt zu bringen. Mit seinen jetzigen, mutmaßlichen Eckdaten reiht es sich ein in eine Liste von Smartphones, die wir so schon gesehen haben. Das LG G3 oder das Oppo Find 7 kommen schon längst mit vergleichbaren Eckdaten daher. Will man also etwas wirklich Neues zeigen, dann müsste es schon ein Snapdragon 808 sein, der der erste 64-Bit-Prozessor in der 800er-Riege ist.
 GOOGLE NEXUS 6 (MOTOROLA SHAMU)
SYSTEMAndroid L
DISPLAY5,2 Zoll, 1.440 x 2.560 Pixel
PROZESSORQualcomm Snapdragon 805, 2,65 GHz, Adreno 420
RAM3 GB
INTERNER SPEICHER32 GB
KAMERA12/13 MP (Rück), 2 MP (Front)
KONNEKTIVITÄTLTE Cat. 4, USB 3.0, Bluetooth 4.1, WLAN ac, GPS, NFC
Also entweder lehnt sich Google mit dem Nexus 6 tatsächlich nicht so weit aus dem Fenster und man spart sich den 64-Bit-Test für das Tablet auf, oder wir freuen uns zu früh und die zwei unabhängigen Benchmarks lagen gleichzeitig daneben - was unwahrscheinlich ist.

Samstag, 26. Juli 2014

Nexus 6 von Motorola: Nächstes Google-Phone soll dem Moto E folgen

Wer baut das Nexus 6? Alle blicken auf LG, doch dort will man nichts wissen. Nun wurde Motorola ins Spiel gebracht, und die Info angeblich direkt von Managern während der Google I/O bestätigt. Seinem Namen soll das Nexus 6 demnach gerecht werden.
motorola moto x back logo teaser
© ANDROIDPIT
Der Direktor des Tech-Portals Movilzona hat einen Tweet abgesetzt, der derzeit die Tech-Welt ins Staunen versetzt, obwohl er bereits einen Monat alt und im Zuge der Google I/O entstanden ist, damals aber anscheinend untergegangen war. Mit einem Mal scheint alles anders. LG hätte sich jeder als Hardware-Partner denken können, selbst HTC war im Gespräch gewesen. Nach dem abrupten Verkauf von Motorola nach China (zur Meldung) erschien die einstige Google-Tochter nicht unbedingt als naheliegender Kandidat. Doch genau so soll es angeblich kommen.
Und so schwer es uns fällt, es zu glauben, den Quellen zufolge soll das Nexus 6 in der Tat ein 6-Zöller werden. Sein Design soll dem des Moto E folgen beziehungsweise von diesem inspiriert sein. Für den Moment gibt es keine stichhaltigen Belege für diese Theorie, zumindest nicht von außen betrachtet. Doch bei MovilZona scheint man sich sicher zu sein, und zumindest das Dementi von LG (man habe bisher noch nichts von Google zwecks einer Zusammenarbeit gehört, was zum gegebenen Zeitpunkt nur eines bedeuten könne) klingt glaubhaft.
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Das Moto E: Design-Vorlage für das Nexus 6? / © Motorola

Freitag, 11. Juli 2014

Die 10 sinnlosesten Smartphone-Features

Moderne Smartphones sind ein Füllhorn an Features und versteckten Funktionen. Manche davon sind richtig nützlich, viele aber sind, gelinde gesagt, völlig überflüssig - weit entfernt von praktischem Nutzen, hoffnungslos überentwickelt oder einfach nur dämlich umgesetzt. Ob die Entwickler nun ein Brett vorm Kopf haben oder einfach auf Teufel komm raus das Innovationspedal durchdrücken, vor sinnlosen Features ist scheinbar kein Hersteller sicher, wie unsere Übersicht zeigt.
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Manche Smartphone-Features sind so bescheuert, da kann man sich nur an den Kopf packen. / ©Shutterstock/PathDoc

Oppo N1: O-Touch-Panel

Das N1 hat einige nützliche Features. Und es hat das O-Touch-Panel (das wir hier im Video ausführlicher vorstellen). Das Touchfeld auf der Rückseite ist kaum zu erkennen, kaum zu ertasten, und jegliche Bedienung über das 4x4 Zentimeter große Feld führt binnen kürzester Zeit zu Wutanfällen, Fingerkrämpfen und schlimmen Verwünschungen. Das O-Touch-Panel hat nur einen Vorteil: Es lässt sich ganz einfach abstellen. Weg damit!
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Hier gibt es nichts zu sehen: Das O-Tocuh-Panel, ist nicht nur nahezu unsichtbar, sondern auch nahezu sinnlos. / © AndroidPIT

HTC One max: Fingerabdruck-Scanner

Noch so ein Bedienelement auf der Rückseite, und auch hier gilt: Das Gegenteil von gut ist gut gemeint. Nicht nur, dass das Quadrat mit angerundeten Ecken designtechnisch ein Griff ins Klo ist, zu allem Überfluss funktioniert der Fingerscanner im One max auch noch selten so, wie man es sich wünscht: Schnell, zuverlässig und ohne Aussetzer. Dass man das Gerät nicht mit einer Geste einschalten und entsperren kann, wie es beim iPhone 5s umgesetzt ist (hier zum Vergleich), kommt noch dazu. Schöne Idee - mehr aber auch nicht. 
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Der biometrische Sensor auf der Rückseite ist eines der auffälligsten - und überflüssigsten - Merkmale des HTC One max. / © AndroidPIT

Samsung Galaxy S3, S4: Screenshots per Handkantenwisch

Samsung hat die Gestensteuerung bei Smartphones revolutioniert - leider ist dabei auch viel Quatsch herumgekommen, den niemand wirklich braucht. Bei der Erfindung der Screenshot-Aufnahme mittels Handkantenwisch haben die Samsung-Entwickler vorher wohl zuviel Jackie-Chan-Filme geguckt. Ich muss gestehen, auch ich habe schon den einen oder anderen Kung-Fu-Screenshot aufgenommen. Aber irgendwie kam ich mir dabei immer ziemlich albern vor. 
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Kann Karate: Mit dem Galaxy S4 kann man Screenshots mit der Handkante erstellen. / © AndroidPIT

Sony Xperia Z1, Z2: Augmented Reality (AR-Effekt) für Videos

Augmented Reality (also die Erweiterung der Realität zum Beispiel durch zusätzliche Informationen zum Standort oder zum Sucherbild der Kamera) ist ja eine schöne Sache, aber wer zum Kuckuck wünscht sich als AR-Effekt Fische und Aquariumpflanzen oder gar Dinosaurier und Ur-Gestrüpp im Sucherbild? Ist das Z2 von Sony oder von Fisher-Price? Hat da jemand zu tief in den Topf mit den bewusstseinserweiternden Mittelchen geschaut? Wobei die Objekte dann vielleicht wenigstens eine Art von psychedelischer zweiter Ebene hätten. So ist das einfach nur nutzlos und überflüssig.
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Spielplatz oder High-End-Smartphone? Sonys AR-Effekt schlägt die Brücke - und damit deutlich über die Stränge. / © AndroidPIT

HTC: Sticker für Fotos

Ähnlich albern, aber anders, sind die Sticker in der Kamera-App des HTC One (M8). Aus einer langen Liste kann man beknackte Gegenstände auswählen und sie den bedauernswerten Personen auf den vorher gemachten Fotos aufsetzen. Zur Auswahl stehen so lustige Sticker wie bunte Sonnenbrillen, Cowboyhüte, dicke Goldketten, Totenkopfgürtel und, ja: Gasmasken! Na dann. 

Face Unlock 

Eines der überflüssigsten Sicherheits-Features, das jemals eingeführt wurde. Warum sollte man sein Smartphone mit dem Gesicht entsperren wollen? genau, weil es geht. Das ist der einzige Grund. Es ist nicht so sicher wie Muster oder PIN, es funktioniert nicht im Dunkeln, es kann ganz leicht umgangen werden (zum Beispiel mit einem Foto des Besitzers). Warum zum Henker also sollte ich dieses Feature benutzen? Achso, ja: Es erinnert mich jedes Mal daran, wie ich aussehe. Nein danke!

Samsung Galaxy S4: Eye Scroll

Wer viel macht, macht viel verkehrt - nicht von ungefähr kommt Samsung in unserer Liste häufiger vor. Das S4 kam überladen von innovativen Funktionen, und eines der nutzlosesten Features ist zweifellos das Scrollen mit den Augen. Die Idee ist gar nicht verkehrt, aber die Umsetzung war ein glatter Reinfall - wenn das Augenscrollen eines vereinfacht hat, dann den Aufbau von Frust und Aggressionen gegenüber seinem Smartphone.
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Schau mir in die Augen, Kleines: Beim S4 soll man mit den Augen scrollen können. In der Praxis funktioniert das aber selten bis gar nicht. / © AndroidPIT

Samsung Galaxy S4: Sound & Shot

Und noch mal Samsung: Auch die Kamera-App des S4 war voll mit neuartigen Aufnahmemodi, unter anderem Sound & Shot. Wer ein Foto in diesem Modus aufnimmt, hat nicht nur das Bild, sondern auch ein sechs Sekunden langes Soundschnipsel, das die Atmosphäre des Moments wiedergeben soll. Wozu das gut sein soll, weiß allerdings der Himmel. ich jedenfalls habe keine Lust, beim Wischen durch meine Fotos bei jedem zweiten Bild erschreckt zusammenzuzucken, weil sechs Sekunden verzerrter, quäkiger Lärm mich daran erinnern sollen, wieviel Spaß ich auf der letzten Fete hatte. Dann schon lieber der gnädige Mantel des Schweigens, den ein gewöhnliches Foto über eine Szene legt.

Wiko: Fotos mit dem Annäherungssensor aufnehmen

Auch Wiko springt auf den Zug mit der Gestensteuerung. Bei Smartphones von Wiko kann man Fotos aufnehmen, indem man mit einer Hand berührungslos über den Annäherungssensor fährt. Der Ansatz an sich ist nicht schlecht, aber überhaupt nicht praktikabel - oder könnt Ihr Euch vorstellen, das Smartphone mit einer Hand zu halten, während Ihr mit der anderen vor dem Sensor winkt, bis es “Klick” macht? Ich auch nicht. Die Geste ist unnatürlich, mehr Bewegung führt zu mehr Verwacklung, und nicht zuletzt ist der Sensor gerade so empfindlich eingestellt, dass jedes Mal, wenn man die Kamera-App geöffnet hat und die Hand in seine Nähe bewegt, ein Foto gemacht wird. Also, warum sollte man nicht einfach auf den Auslösebutton tippen? Eben. 

Nokia X: Klopfen zum Entsperren

LG hat mit dem G2 das KnockOn-Feature eingeführt, andere Hersteller zogen nach, so auch Nokia. Bei meinem Hands-On mit dem Nokia X war ich freudig überrascht, als ich merkte, dass man das Nokia X per Doppeltipp entsperren kann - bis ich feststellte, dass es egal ist, wo man tippt. Vorne, hinten, an der Seite, das Gerät geht immer an. Das ist natürlich Banane, denn so schaltet es sich auch in der Tasche ständig an und macht Sachen, die man nicht will. Bug oder Feature? Man weiß es nicht. 
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Bug oder Feature: Das Nokia X kann durch Klopfen geweckt werden - an jeder Stelle des Gehäuses. / © AndroidPIT

Dienstag, 8. Juli 2014

Android-Versionen im Juli: KitKat auf jedem sechsten Gerät

Google hat in der Nacht zum Dienstag neue Zahlen zurVersionsverteilung von Android für den Monat Juli veröffentlicht. Diese zeichnen, wie nicht anders zu erwarten, ein weiteres Wachstum von Android 4.4. KitKat ab: auf beinahe 18 Prozent aller Smartphones und Tablets, die auf den Play Store zugreifen, ist KitKat installiert.
Die neu veröffentlichten Nutzungszahlen der Android-Versionen sind im Laufe einer Woche gesammelt worden, wobei der 7. Juni der letzte Zählungstag war. Hier sei erwähnt, dass Google seit April letzten Jahres nur noch die aktiv durch den Nutzer durchgeführten Besuche im Play Store in die Statistik einbezieht. Verbindungsaufnahmen, die beispielsweise durch im Hintergrund laufende Updates erfolgen, sind von der Zählung ausgeschlossen. Überdies werden nur noch Smartphones und Tablets gezählt, die auf Android 2.2 und neuer laufen; auf Geräten mit älteren Versionen lässt sich die aktuelle Play Store-App nicht mehr installieren.
android-versionen-juli-2014
Der Siegeszug von Android 4.4 KitKat hält weiterhin an – seit Monaten steigt der Anteil der derzeit aktuellen Android-Iteration langsam, aber kontinuierlich. Im Unterschied zum Vormonat kann Android 4.4 ein absolutes Wachstum um 4,3 Prozent verzeichnen, was sich einerseits mit der Bereitstellung von Updates für Geräte diverser Hersteller erklären lässt. Andererseits werden nicht nur Highend-Devices mit der leckeren OS-Süßspeise ausgerüstet, auch andere neu lancierte Einsteigergeräte wie beispielsweise das Motorola Moto E oderSamsungs 160 Euro-Handy Galaxy Ace Style und weitere basieren auf der noch aktuellen OS-Version.
VersionCodenameAPI-LevelVerteilung AprilÄnderung zum Vormonat
2.2Froyo80,7 %- 0,1 %
2.3.3 - 2.3.7Gingerbread1013,5 %- 0,6 %
4.0.3 - 4.0.4Ice Cream Sandwich1511,4 %- 0,9 %
4.1.xJelly Bean1627,8 %- 1,2 %
4.2.x1719,7 %+ 0,6 %
4.3189,0 %- 1,3 %
4.4.xKitKat1917,9 %+ 4,3 %
Während der Anteil von KitKat weiter zunimmt, verlieren nahezu alle anderen Iterationen von Googles OS allmählich an Bedeutung. Sowohl Android 2.2 Froyo, 2.3.x Gingerbread, 4.x Ice Cream Sandwich als auch Android 4.1.x und 4.3 Jelly Bean geben, wie in der aktuellen Tabelle zur Android-Versionsverteilung (siehe oben) zu erkennen ist, Anteile ab. Lediglich Android 4.2.x Jelly Bean bäumt sich entgegen des Trends noch ein wenig auf und legt um sanfte 0,6 Prozentpunkte zu. Dieser kleine Zuwachs könnte unter Umständen mit Geräten zu tun haben, in denen MediaTek-SoCs verbaut sind, denn diesen fehlt bislang immer noch Treiber-Unterstützung für Android 4.4 KitKat, erfreuen sich aber aufgrund ihres zumeist geringeren Preises in einigen Regionen der Welt großer Beliebtheit.

Wo ist Android L?

Dass die Ende Juni freigegebene Developer Preview Android L nicht in der Statistik auftaucht, verwundert kaum. Denn einerseits läuft sie lediglich –zumindest offiziell – auf dem Nexus 5 (Test) und der WLAN-Version des Nexus 7 (2013, Test), andererseits ist die OS-Version noch nicht offiziell freigegeben worden. Bis „L“ in der Android-Versionsverteilung auftaucht, müssen wir uns wahrscheinlich noch bis zur offiziellen Freigabe der finalen Version im Herbst gedulden.

Donnerstag, 3. Juli 2014

Android L: Project Volta bringt Akkulaufzeitverlängerung um bis zu 36%

Auf der Google I/O wurde Android L das erste Mal vorgestellt. Zu den wichtigsten Neuerungen gehören natürlich das neue Design als auch die Verlängerung der Akkulaufzeit. Dies versucht das Unternehmen mit Project Volta, welches jetzt von ArsTechnica auf den Prüfstand gestellt wurde, zu erreichen.

androidl
Mit jeder Android-Version bringt Google auch ein neues Projekt auf den Tisch. In Jelly Bean gab es Project Butter, welches dafür verantwortlich war, Animationen der Oberfläche mit 60 Bilder pro Sekunde abzuspielen. Project Svelte, bei Android 4.4 KitKat mit an Bord, sorgte dafür, dass die Android-Version auch auf Geräten mit 512 MB RAM einwandfrei läuft.
In der jüngsten Version von Android ist Project Volta integriert, mit der die Akkulaufzeit verlängert werden soll. Bis zu 90 Minuten länger soll das Gerät durchhalten, wurde auf der Google I/O verkündet. Wie man so schön sagt „Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser“, weshalb sich die Kollegen von ArsTechnica dran gemacht haben, um dies zu testen.

Feine Anpassungen

Softwaretechnisch sieht die Einsparung folgendermaßen aus: Bei bisherigen Android-Versionen ist es so, dass wenn das Gerät nur für eine Sekunde aus dem Standby geholt wird, es so viel Strom verbraucht, als würde es zwei Minuten im Ruhezustand weiterlaufen. Das liegt aber nicht nur am Display, sondern diverse Apps wecken den Prozessor auf um zum Beispiel einen Log-Eintrag zu machen oder beim Netzbetreiber nach einer neuen SMS nachzufragen. Dieses Verhaltensmuster wurde jetzt abgeändert und mit Android L ein sogenannter „JobScheduler“ eingeführt.

Entwickler an die Macht

Mit Hilfe von entsprechenden APIs haben Entwickler die Möglichkeit eher unwichtige Aufgaben auf einen späteren Zeitpunkt zu verlegen z.B. wenn das Gerät an einer Stromquelle hängt. Darunter fallen beispielsweise das Löschen von temporären Dateien oder das Aufräumen der Datenbank. Außerdem schickt das Betriebssystem das Gerät in den Ruhezustand, sofern einmal kein Mobilfunknetz zur Verfügung steht und sucht nicht ununterbrochen nach einer Anbindung zum größten Netzwerk der Welt.
Um Stromfresser besser identifizieren zu können, führt Google auch einen noch detaillierteren Tracker ein, der den Akkuverbrauch besser und vor allem detaillierter aufschlüsselt und darstellt.

ART statt Dalvik

Auch die Umstellung von Dalvik auf ART ist nicht zu vernachlässigen. Der größte Unterschied liegt nämlich in der Anzahl der Kompilierungen der Apps. Während bei Dalvik die Apps bei jedem Ausführen kompiliert wurden, ist das bei ART nur mehr einmalig nötig. Außerdem ist ART rein von der Architektur her schneller und effizienter, weshalb kürzere Laufzeiten und folglich auch eine geringere Leistungsaufnahme möglich ist.

Der Test

Kommen wir aber jetzt zum Test selbst. Das eine Nexus 5 ist mit Android 4.4.4 ausgestattet, während ein anderes die Developer Preview von Android L installiert hat. Beide Geräte laufen auf der gleichen Helligkeitsstufe und laden alle 15 Sekunden eine Webseite per WLAN neu. Das Ganze wird so lange wiederholt bis der Akku leer ist.
Android L verspricht nicht nur eine Laufzeitverlängerung, sondern liefert diese auch ab. (Foto: ArsTechnica)
Android L verspricht nicht nur eine Laufzeitverlängerung, sondern liefert diese auch ab. (Foto: ArsTechnica)
Wie auf der Grafik schön zu sehen ist, hat das Gerät mit Android L um knapp 120 Minuten, sprich 2 Stunden länger durchgehalten als die KitKat-Version. Damit wäre bewiesen, dass die bereits implementierten Anpassungen bzw. Verbesserungen schon gefruchtet haben und erkennbar sind. Wir sind schon gespannt, wie sich das Ganze noch zusätzlich zur finalen Version verändert.

Freitag, 27. Juni 2014

Chromecast: Verbindung zum Smartphone künftig per Ultraschall, Screen-Mirroring in Video demonstriert

Chromecast, der HDMI-Stick von Google, wird zum Verbindungsaufbau mit Smartphones und Tablets künftig auf Ultraschall-Technologie setzen können. Dazu wird über das Fernsehgerät ein Ultraschall-Signal abgespielt, das die mobilen Begleiter empfangen können. Damit ist es nicht mehr zwingend notwendig, den Stick und das Smartphone oder Tablet im gleichen WLAN-Netzwerk zu registrieren, um Befehle an den Chromecast zu senden. Außerdem soll das kleine Tool künftig auch Screen-Mirroringunterstützen – in einem Video wird die reibungslose Funktionsweise demonstriert.
Vorgestern haben wir bereits über den Google TV-Nachfolger namens Android TV berichtet, mit dem das Unternehmen einen Neuanfang wagen und Apple TV und Amazons Fire TV die Stirn bieten will. Wer sich kein neues androides Fernsehgerät leisten will, kann sein altes Fernsehgerät mit dem Chromecast in eine Art Smart TV verwandeln und danach rasch und einfach Videos, Bilder oder Musik auf das Gerät streamen.
Bislang mussten das Smartphone, Tablet oder der PC und der Chromecast-Dongle zur Befehlsgebung allerdings im selben WLAN-Netzwerk registriert sein. Im Zuge der Google I/O-Keynote wurden nun alternative Möglichkeiten, Befehle an den Dongle weiterzuleiten, vorgestellt: Der kalifornische Technik-Riese setzt dabei auf „Oldschool“-Technologie: So soll künftig neben einer klassischen PIN-Eingabe die Verbindungsherstellung auch über Ultraschall funktionieren. Klingt futuristisch, tatsächlich funktionierten aber Fernbedienungen vor über 50 Jahren bereits auf die gleiche Art und Weise.
Die Lautsprecher des Fernsehers spielen dazu einen Ton ab, den das menschliche Gehör nicht wahrzunehmen imstande ist, unsere Smartphones aber schon. Natürlich können per Ultraschall keine lokal gespeicherten Daten auf den Dongle übertragen werden, sehr wohl aber Befehle, auf welche in der Cloud gespeicherten Videos, Fotos oder Songs der Stick zugreifen soll.
Ein Video veranschaulicht das Konzept hinter der Ultraschall-Datenübertragung – anstelle von Emoticons werden Steuerungsbefehle für Chromecastübertragen:
Wann das Feature verfügbar sein soll, ist noch nicht bekannt, fest steht aber, dass die Funktion auf alle Chromecasts kommen soll – der zusätzliche Erwerb eines Moduls oder gar einer neuen Version des Sticks ist nicht notwendig.
Damit aber nicht genug: Der HDMI-Stick wird künftig auch Screen-Mirroringunterstützen. Das heißt, alle Aktionen, die auf dem Smartphone vollzogen werden, können eins zu eins auf dem verbundenen Fernsehgerät wiedergegeben werden – für diese Funktion ist aber mit Sicherheit vonnöten, dass beide Geräte im gleichen WLAN-Netzwerk eingebunden sind. Ein erstes Demonstrationsvideo sieht bereits vielversprechend aus:
Spannende neue Features also für Googles Chromecast.