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Donnerstag, 11. September 2014

Hangouts 2.3: Großes Update der Android-App integriert Telefonie-Funktion – Dialer-App vorausgesetzt [APK-Download]

Großes Update für Google Hangouts: Ab sofort können in der Anwendung auch Telefonanrufe getätigt werden. Anrufe zwischen Hangouts-Nutzern und innerhalb der USA und Kanada sind kostenlos, für alle anderen verlangt Google vergleichsweise moderate Preise.Version 2.3 von Hangouts, die es noch nicht im Play Store gibt, könnt ihr bei uns als APK herunterladen. 
Erst heute morgen haben wir über Anzeichen berichtet, dass die Integration von Google Voice in Hangouts unterwegs ist, jetzt folgt schon die offizielle Bestätigung Googles. Damit wird Hangouts zur universellen Kommunikations-Zentrale. Passend zum neuen Feature wurde auch eine eigene Dialer-App entwickelt, mit der die Anrufe bequem getätigt werden können, wie Google im Blog-Eintrag zur neuen Funktion ausführt. Die Preise sind recht moderat und belaufen sich für Deutschland auf 1,2 Cent/Minute für Anrufe ins Festnetz und 3,6 Cent/Minute für Anrufe zu Mobilnummern. Auf einer eigenen Internetseitekönnen zudem die Preise für weitere Länder durchsucht werden. Anrufe zwischen Hangouts-Nutzern und innerhalb der USA und Kanada sind kostenlos.
google-hangouts-2.3-app-google-voice-dialer hangouts-anruf
Um die neue Funktion nutzen zu können, bedarf es neben der Dialer-App auch Version 2.3 von Hangouts. Die neueste Hangouts-Version hat auch einen frischen Anstrich erhalten. Unter anderem finden sich nun alle Einstellungen in einem Slide-Out-Menü, zudem ist die App nun in die drei grundlegenden Tabs Kontakte, Chats und Dialer unterteilt. Laut Google soll Version 2.3 in den nächsten Tagen schrittweise ausgerollt werden. Wer aber nicht mehr so lange warten möchte, bis sie via Play Store bereitgestellt wird, der kann sich die Hangouts-Version auch bei uns als APK herunterladen. Dazu muss vorher unter Einstellungen > Sicherheit die Installation aus „unbekannten“ beziehungsweise „unsicheren“ Quellen aktiviert werden.
Passend zu Hangouts 2.3 natürlich noch die neue Dialer-App:

Mittwoch, 10. September 2014

Hangouts: Telefonie-Service Google Voice hält in Messenger Einzug

Seit Monaten deutet es sich an, nun hat Google offenbar den Hebel umgelegt: Die Rede ist von der Integration des VoIP-Dienstes Google Voice in den Hangouts-Messenger. Die Verschmelzung der beiden Dienste wird vorerst offenbar nur in den USA angeboten, künftig lassen sich so über Hangouts Telefonate führen. Nicht nur in derAndroid-App, auch in der Desktop-Anwendung findet eine entsprechende Verknüpfung statt.
Google Hangouts wird kontinuierlich zu einem All-In-One-Kommunikations-Portal ausgebaut. Während es sich anfangs lediglich um einen schlichten plattformübergreifenden Messenger handelte, kam mit dem KitKat-Update im vergangenen Jahr die Möglichkeit, optional auch SMS über diese App zu versenden. Nun hält die vorhergesehene Integration des Telefonie-DienstesGoogle Voice ebenfalls Einzug. Damit hat Google seine ehemals vielenKommunikations-Dienste zu einem einzigen zusammengestaucht.
Bereits im Mai dieses Jahres konnte man über einen kleinen Trick Telefonate per Google Voice initiieren – die Lösung war aber alles andere als praktikabel, zeigte aber, dass das Unternehmen aus Mountain View an der Integration seines VoIP-Services in Hangouts arbeitete. Wie Android Police berichtet, erhalten Hangouts- und Google Voice-Nutzer über ein PopUp-Fenster (siehe unten) die Möglichkeit die beiden Dienste miteinander zu verbinden.
hangouts-google-voice-integration-1Zusätzlich zur Telefonie-Funktion und dem Empfang von Mailbox-Nachrichten mitsamt Transkription, wird man dank dieser Verknüpfung sogar SMS-Nachrichten in Hangouts – selbst auf dem Desktop – angezeigt bekommen.
google-voice-web-hangouts-1
Eine reibungslose Funktionsweise ist Beobachtungen von Android Police zufolge noch nicht vollends gegeben. Nachrichten, die an die Google Voice-Nummer gesendet wurden, kommen problemlos in Hangouts (Desktop und App) an, das Beantworten von Nachrichten hingegen ist noch fehlerhaft. Es ist davon auszugehen, dass diese Fehler in Kürze ausgebügelt werden; heute ist ohnehin Update-Mittwoch, sodass man mit einer Aktualisierung der Hangouts-App rechnen kann.
Es ist zu hoffen, dass Google seinen VoIP-Service bald auch außerhalb der USA freigibt, denn das Ganze klingt nach einer recht bequemen Sache. Vor allem im Hinblick auf die Konkurrenz wie den Facebook Messenger, Whatsapp – der Messenger wird sehr bald eine Telefonfunktion erhalten – und weitere, ist davon auszugehen, dass auch Hangouts auf globaler Ebene eine entsprechende Funktion verabreicht wird.

Dienstag, 6. Mai 2014

Hangouts-App: Telefonieren per Google Voice funktioniert jetzt schon – so geht’s

Googles Telefoniedienst Voice wird demnächst offenbar komplett inHangouts integriert – soviel ist bekannt. Unter iOS ist ein Teil der Funktionalität bereits implementiert, nun mehren sich die Hinweise darauf, dass auch unter Android bald Voice-Funktionalität in Hangouts integriert wird. Mit einem Kniff kann man sogar jetzt schon über die Hangouts-App telefonieren. Wir zeigen, wie es geht.
Der Reihe nach: Den USA durchaus beliebten Service Google Voice kann man in Deutschland noch nicht mit vollem Funktionsumfang nutzen. So fehlen hierzulande etwa die Möglichkeiten, eine eigene Telefonnummer zu erhalten und auf bestehende Handy- beziehungsweise Festnetznummern umzuleiten sowie die Mailbox mit automatischer Transkription von hinterlassenenNachrichten in Text zu nutzen. Dennoch kann man auch bei uns bereits über Voice telefonieren – dazu muss man lediglich unter google.com/voice Guthaben aufladen und das Gmail-Webinterface zum Telefonieren per PC-Mikrofon nutzen.
Dass die Funktionalität zu VoIP-Telefonie auch schon in der Hangouts-App funktioniert, hat nun ein US-amerikanischer reddit-Nutzer herausgefunden – und wir konnten das in Deutschland reproduzieren. Der Trick ist, dass das Telefonat auf dem Rechner initiiert und dann auf das Smartphone mit Hangouts-App transferiert werden muss. So funktioniert’s:
google-voice-gmail-widget
Schritt 1: Voraussetzung: Im Voice-Account muss Guthaben vorhanden sein. Über Google Mail im Desktop-Browser zunächst ein normales Telefongespräch starten. Dafür muss man im Chat-Widget auf den Telefonhörer in der Nachrichtensuche klicken und den gewünschten Gesprächspartner auswählen beziehungsweise eine Nummer eingeben.
google-hangouts-voice-call-chrome-desktop-browser
Schritt 2: Wenn das Gespräch läuft, die Hangouts-App am Android-Smartphone beziehungsweise -Tablet starten.
hangouts-voice-smartphone-1 hangouts-voice-smartphone-2-edit
Schritt 3: In Hangouts am Smartphone wird ganz oben ein laufendes Gespräch angezeigt. Darauf klicken und dann auf den grünen Balken – das Gespräch wird prompt von der Hangouts-App übernommen, läuft aber noch parallel über beide Kanäle.
hangouts-voice-smartphone-3 hangouts-voice-smartphone-4 hangouts-voice-smartphone-5
Schritt 4: Nun noch am Rechner das Gespräch beenden und am Smartphone gegebenenfalls die Audioausgabe per Lautsprecher beenden. Am Smartphone kann nun weitertelefoniert werden.
Die Gesprächsqualität war in unserem kurzen Test akzeptabel. Das Telefonat kann auf diese Weise offenbar sogar weitergeführt werden, wenn das WLAN verlassen und in eine mobile Datenverbindung gewechselt wird (von uns nicht getestet).
Da die technische Funktionalität vorhanden ist und im Prinzip nur noch ein „Anrufen“-Button für die VoIP-Telefonie in Hangouts fehlt (es gibt bereits eine Schaltfläche mit Telefonhörer-Icon, der ist allerdings mit der normalen Telefoniefunktion verknüpft), gehen wir davon aus, dass das Feature bald offiziell gemacht wird. Als Termin bietet sich die Google I/O Ende Juni an. Bleibt zu hoffen, dass das Feature nicht US-exklusiv bleibt – angesichts von Konkurrenten wie Skype, Viber, UppTalk sowie der Tatsache, dass Facebook bereits Telefonie integriert hat und auch WhatsApp in Kürze nachziehen wird, kann sich Google das eigentlich nicht leisten.

Donnerstag, 20. März 2014

Google Hangouts: Google Voice-Integration kommt „in den nächsten Monaten“ [Gerücht]

Seit der Vorstellung auf der letztjährigen Google I/O, wurdeHangouts als Nachfolger des wenig populären G+-Messengers und der Google Talk-App, kontinuierlich erweitert und ist drauf und dran zur ultimativen Kommunikationszentrale zu werden. Nachdem mit Android 4.4 KitKat auch der SMS-Versand in den Dienst integriert wurde, scheint als nächstes die Einverleibung von Google Voice auf der Agenda zu stehen.
Eine All-In-One-Anwendung, welche jede erdenkliche Art der Kommunikation unterstützt – ein Traum, der womöglich gar nicht mehr so weit entfernt ist. Momentan kann man mit der Hangouts-App bereits mit seinen Google Plus-Freunden chatten, seiner mit der heutigen Technik überforderten Mutter eine traditionelle SMS senden und einen Videochat mit dem Partner respektive der Partnerin seiner Wahl führen. Ein weiterer Service, der bislang nur auf die USA und Kanada zugeschnitten war, soll einem Bericht zufolge in Hangouts eingegliedert werden, was darauf schließen lässt, dass Google Voice damit auch in anderen Ländern in seinem vollen Funktionsumfang genutzt werden kann.
Mit Google Voice ist es möglich – zumindest in Nord-Amerika – kostenlose VoIP-Anrufe zu tätigen. In Deutschland beispielsweise ist der Service zwar freigeschaltet, allerdings fallen für einen solchen Anruf ebenfalls Gebühren an, was die Nutzung derzeit noch redundant erscheinen lässt. Mit einer Registrierung bei Google Voice erhält der Nutzer eine reguläre Festnetznummer, mit welcher weltweite Telefonate durchgeführt und entgegengenommen werden können – plattformunabhängig: Es werden sowohl Android, iOS als auch Desktop-Computer unterstützt.
integration-hangouts-google-diensteHangouts schluckt kontinuierlich andere Google-Dienste (Grafik: AndroidPolice)
Dafür werden lediglich bestehende Datentarife in Anspruch genommen – zum Ärger der Mobilfunkprovider, schließlich ist eine mobile und allumfassende Sprachkommunikation deren Geschäftsmodell und Einnahmequelle. Mit diesem Ansatz, den Google verfolgt, könnten Smartphones irgendwann lediglich mit einer Datenanbindung ausgestattet, alle Funktionen ausführen, für welche man regulär einzeln bezahlen muss. Konkurrent und Messenger-PlatzhirschWhatsApp verfolgt übrigens ähnliche Ziele.
Angesichts der abnehmenden regelmäßigen Nutzung von Sprachanrufen, macht der Schritt von Google auch dahingehend Sinn, als dass man die zahlreichen Möglichkeiten der digitalen Kommunikation, welches es heute gibt, der Übersichtlichkeit halber in eine All-In-One-Anwendung zusammenfasst. Es ist gut möglich, dass die Telefon-App demnächst ein ähnliches Schicksal erleiden wird, wie die AOSP-SMS-Applikation.
Google gibt lediglich an, dass die Google Voice-Integration „in den nächsten Monaten“ durchgeführt werden dürfte. Ein denkbarer Zeitpunkt wäre dieGoogle I/O im Juni dieses Jahres.
Hangouts
Hangouts
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Preis: Kostenlos


via androidnext.de

Samstag, 19. Oktober 2013

Hangouts: Gratis-Telefonate & Google Voice-Integration kommen – zuerst auf’s iPhone

Verkehrte Welt: Aktuell verteilt Google ein Update für die Hangouts-App unter iOS, die einige spannende neue Funktionserweiterungen mitbringt. So kann man damit in den USA und Kanada kostenlos ins festnetz telefonieren und außerdem Google Voice nutzen. Android bleibt noch außen vor – soll aber auch bald versorgt werden.
Google baut am Über-Messenger. Nachdem Hangouts bislang „nur“ ein Instant Messenger und Videochat-Programm war, wird die App mit ziemlicher Sicherheit in Kürze auch SMS- und MMS-Funktionalität erhalten. Das ist aber noch längst nicht alles, denn Google stattet Hangouts derzeit auch mit der Fähigkeit aus, kostenlos ins Festnetz anzurufen und eine Google Voice-Nummer darüber zu benutzen – allerdings nur in Nordamerika und … exklusiv für iOS. Außerdem kann man dort nun animierte GIFs versenden und empfangen.
hangouts-voice-ios
Warum Google das iPhone sowie iPods und iPads bevorzugt, ist uns nicht ganz klar. Fakt ist allerdings auch, dass Android-Nutzer nicht lange auf dieses Update warten müssen. Google-Vize Vic Gundotra persönlich beruhigte die Wogen der angeblichen iOS-Bevorzugung bereits in einem Kommentar zu seinem eigenen Posting auf Google+.
vic-gundotra-hangouts-ios-statement
(Übersetzung von uns:)
Freunde, macht euch keine Sorgen. Wir haben viel vor mit Android und ich verspreche, dass ihr bald glücklich sein werdet. Seid nicht sauer, dass wir uns auch um Google-Nutzer mit iOS kümmern. Es gibt viele von ihnen und es sind gute Leute. :-)
Eigentlich eine sympathische Eigenschaft, dass Google auch andere Plattformen bedenkt – Apple ist mit seinen Kommunikationslösungen iChat, iMessage und Facetime bei Weitem nicht so offen.
Hangouts vereint bald also nicht mehr nur Instant Messenger und Google Talk unter einem Dach, sondern wird absehbar auch SMS-Tool und Nachfolge-App von Google Voice. Bleiben eigentlich nur noch drei Fragen: Wann kommt die Möglichkeit der Dateiübertragung? Geht Google Voice mitsamt eigener Telefonnummern endlich auch international an den Start? Und: Wann wird die neue Hangouts-Version auch für Android endlich vorgestellt? Fragen, die wir im Laufe der kommenden Woche hoffentlich endlich beantworten können – wir erwarten, dass die neue Hangouts-Version zeitgleich zu Android 4.4 KitKat im Play Store landet.

Donnerstag, 11. Juli 2013

Google Voice in Gmail: telefonieren zu günstigen Preisen






Google Voice in Gmail. Dadurch ist es möglich, kostenlos Festnetznummern in den USA und Kanada anzurufen. Innerhalb Deutschlands zahlt man 2,4 Cent pro Minute (Festnetz). Wollt Ihr den kostenpflichtigen Dienst nutzen, müsst Ihr vorher Guthaben aufladen. Wir haben eine Liste erstellt mit den Tarifen im Alpenraum erstellt. Leider ist der Dienst bei uns in Italien noch nicht freigeschalten.
In Deutschland wurde es gestern aktiviert , bis jetzt sind viele noch skeptisch! Was haltet ihr von diesem Dienst würdet ihr ein Guthaben aufladen?









Mittwoch, 10. Juli 2013

Google Hangouts: Telefonfunktion als erster Schritt zur Google Voice-Integration

Googles zentralisierter Chat- und Kommunikationsdienst Hangoutswird in den kommenden Tagen ein Update erhalten, so schreibt Google auf dem offiziellen Gmail-Blog. Dieses bringt nicht nur die aus Google Talk bekannten Anrufe auf Telefonnummern zurück, sondern stelle auch, so Google, den ersten Schritt dar, Google Voice in Hangouts zu integrieren.
Trotz aller Vorfreude war die Veröffentlichung von Google Hangouts mit Enttäuschung verbunden, ersetzt der neue, vereinigte Kommunikationsdienst doch Google Talk, ohne dessen Möglichkeit zu übernehmen, auch Telefonnummern vom Rechner aus anzurufen. Das in der vergangenen Nacht angekündigte Update des Service schafft Abhilfe und integriert ebenjene Funktion in Google Hangouts.
Allerdings stellt das Update keine einfache Übernahme dieser von Talk bekannten Funktion dar: Hangouts erlaubt kombinierte Gruppentelefonate zwischen PCs, Smartphones und Telefonen. Telefonate in die USA und Kanada sind über den neuen Service übrigens kostenlos, die Preise für internationale Gespräche halten sich auch in Grenzen: Auf deutsche und französische Mobilfunknummern telefoniert man beispielsweise für 9,5 Cent pro Minute.
hangouts-gmail-telefonie
Die Rückkehr der Telefongespräche stellt laut Google den nächsten Schritt auf dem Weg zur Integration von Google Voice in Hangouts dar. Der in letzter Zeit eher stiefmütterlich behandelte Service, welcher bislang nur in den USA zur Verfügung steht und sämtliche Telefonfunktionen wie Anrufe und Mailbox über Googles Service abwickelt, soll über kurz oder lang Bestandteil des vereinigten Kommunikationsdienstes werden. Ob seine volle Funktionalität dann endlich auch internationalen Kunden zu Verfügung steht oder ob uns außerhalb der USA eine beschnittene Version von Hangouts blüht, bleibt abzuwarten.
Wie in letzter Zeit üblich wird das Update der Hangouts zeitversetzt ausgerollt. Gebt uns doch in den Kommentaren Bescheid, sobald euch der Service zur Verfügung steht.

Mittwoch, 26. Juni 2013

So sparen Europäer beim Handy-Telefonieren im Ausland

Wer im Ausland per Handy telefoniert oder mobil ins Netz geht, kann eine böse Überraschung erleben. Immer noch wird es auf Reisen schnell teuer. Die EU macht seit Jahren Druck. Am 1. Juli sinken erneut die Preise. Nach 2015 sollen Roaming-Gebühren ganz wegfallen.


Für Geschäftsreisende und Urlauber ist es eine Selbstverständlichkeit: Mal schnell Mails checken, die Speisekarte übersetzen oder zu Hause anrufen. Wer das im Ausland per Smartphone oder Notebook mobil macht, kann schnell hohe Kosten anhäufen. Unter dem Druck der EU sinken die Roaming-Gebühren in Europa schon seit Jahren. Ab 1. Juli gelten neue maximal erlaubte Preise.
Was ändert sich am 1. Juli?
Von diesem Stichtag an gelten neue gesetzliche Obergrenzen. Ein Anruf aus dem europäischen Ausland kostet dann maximal 24 statt bisher 29 Cent pro Minute (ohne Mehrwertsteuer). Eine SMS schlägt inklusive Steuer mit höchstens 9,5 Cent statt 10,7 Cent zu Buche. Ankommende SMS kosten den Handynutzer weite nichts. Ab Juli 2014 sinken die Werte erneut.
Was ist neu beim Internet-Surfen im Ausland?
Anbieter dürfen maximal 45 Cent vor Steuern (statt 70 Cent) pro Megabyte Datenvolumen verlangen. Inklusive Steuern macht das 53,5 Cent (bisher 83,3 Cent). Erst seit Sommer 2012 gibt es solche Grenzen, vorher zahlte ein Nutzer oft bis zu 4 Euro. Ein Megabyte entspricht 100 Mails ohne Anhang, weniger als einer Stunde Internet-Surfen oder einer Minute Musik-Download im MP3-Format.
Wie sieht es beim Urlaub im neuen EU-Land Kroatien aus?
Vier Millionen Europäer machen nach EU-Angaben jedes Jahr Urlaub in Kroatien. Am 1. Juli wird das Land das 28. Mitglied in der EU. Damit werden Telefongebühren für Urlauber laut EU-Kommission bis zu 15 Mal billiger. 
Sollen die Auslands-Gebühren irgendwann auch ganz wegfallen?
Ja, das ist das erklärte Ziel von Neelie Kroes. Als Termin gilt das Jahr 2015. Einen Gesetzentwurf will die Kommissarin im September präsentieren. Im Kurzmitteilungsdienst Twitter schrieb Kroes: „Lassen Sie uns mobile Roaming-Kosten ein für alle mal loswerden.“
Was ist „Roaming“ überhaupt?
Das Wort „Roaming“ stammt aus dem Englischen und bedeutet in etwa „umherwandern“. In der Welt der Telekommunikation steht es für die Möglichkeit, auch in ausländischen Mobilfunknetzen zu telefonieren. Die Anbieter verlangen für die Weiterleitung von Gesprächen und Daten Roaming-Gebühren. Diese machen laut EU-Kommission rund 4 Prozent des gesamten EU-Mobilfunkmarktes aus, etwa 5 Milliarden Euro Umsatz.
Wie ist die Lage für Verbraucher derzeit?
Wer sein Handy im Ausland nutzt, muss hohe Zusatzkosten zahlen, kritisiert die EU-Kommission und spricht von einer „Kostenfalle“. Trotz der EU-Regeln seien die Telekomfirmen jeweils knapp unter den Grenzen geblieben – obwohl weitere Preissenkungen möglich gewesen wären.
Was kann der Handynutzer im Urlaub und auf Geschäftsreise noch tun?
Auf den Warnhinweis achten, den er erhält, wenn beim Datenroaming eine bestimmte Kostengrenze erreicht ist. Die Handy-Mailbox sollte im Ausland ausgeschaltet oder nicht abgehört werden. Bei Smartphones sollte man einige Funktionen abschalten und beim Anbieter nach Paketen fürs Ausland wie etwa Tages-Flatrates fragen. Außerdem kann man im Ausland häufig kostenlose oder deutlich preiswertere WLAN-Zugänge erhalten, um E-Mails abzufragen oder im Netz zu surfen.
Wie reagiert die Telekom-Branche auf die Ansage aus Brüssel?
Mit Kritik. Seit Jahren argumentieren die Anbieter, die Kosten entstünden durch den Aufwand, sich gegenseitig grenzübergreifend Rechnungen zu stellen. Telekomfirmen bemängeln, dass die EU den Unternehmen systematisch die Gewinne und damit das Geld für Investitionen abgrabe.
Und wie sieht es aus beim Telefonieren außerhalb der EU?
Für Übersee oder Asien gelten die Regeln nicht. Die EU kann ihre Gesetzgebung nämlich nicht auf außereuropäische Länder anwenden.
apa/dpa

via stol.it