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Sonntag, 6. April 2014

Google 2.0: Plant Google eine radikale Rundumerneuerung?

Es gibt erste Hinweise darauf, dass sich Großes am Google-Horizont zusammenbraut. Google plant angeblich, seinen gesamten mobilen Kern-Apps und sogar den Web-Apps einen neuen, einheitlicheren Look zu geben. Auch die Benutzerführung soll plattformübergreifend verändert werden.
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© Google, technorms.com, AndroidPIT
Es ist kein Geheimnis, dass Google die eigene Marke stärken will, man denke zum Beispiel anAndroid Silver und die Stores-in-Stores. Das war bisher schwierig, da Google eben der Software-Anbieter im Hintergrund war, eine Strategie, die zunehmend problematisch wird.
Zuletzt gab es Screenshots, die angeblich eine völlig überarbeitete Version von Gmail zeigen. Wir haben momentan doch erhebliche Zweifel an deren Authentizität, aber es gibt Argumente für und wider die Echtheit der Screenshots.
Die Quelle ist hier 9to5Google, und dort hat man großes Vertrauen in die Informanten und deren Informationen. Diese besagen, dass Google im Prinzip seine gesamte App- und Web-Präsenz auf den neuesten Stand bringen will. Was heißt das? Es geht nicht nur um das Erschaffen einer einheitlichen Google-Nutzererfahrung, egal ob auf Android, iOS oder sonst wo, sondern darum, Googles Software fit für die Wearable-Revolution zu machen.
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Das angeblich neue Gmail. / © 9to5Google
Apps sollen in jedem Format einheitlich sein, ob auf PC, Smartphone, Smartwatch oder Google Glass. Dabei soll vor allem unnötiger Content verschwinden, was insbesondere Navigationselemente betrifft, die wegrationalisiert werden. In den Vordergrund würden dann künftig vor allem Vollbildansichten, Gesten- und Sprachsteuerung rücken.
Für den Moment müssen wir ganz vorsichtig sein, was diese Spekulationen angeht. Aber es kann nicht oft genug betont werden, dass sie nicht nur äußerst spannend sind, sondern eben auch sehr plausibel. 

Dienstag, 25. Februar 2014

Roaming: Ab 2015 ist wohl endgültig Schluss damit

Am 15. Dezember 2015 ist Stichtag: Keine Roaming-Gebühren mehr für Telefonate, SMS und mobilen Datentransfer. Das geht aus einem internen EU-Papier hervor, dasReuters zugespielt wurde.

Egal, in welchem europäischen Land man sich mit seinem Smartphone aufhält und wo man wohnt – man soll "nur das bezahlen müssen, was man zuhause auch zahlen würde". Ursprünglich hatte die EU vor, die Roaming-Gebühren bis 2016 zu stoppen. Die Gebühren schwanken stark, es ist oft schwierig, den Überblick zu behalten. Mancher Auslandsurlaub wird wegen der leidigen Extragebühren teurer als gedacht. Wenn es nach dem Papier geht, ist in absehbarer Zeit Schluss damit.


Roaming Gebühren ad acta


Demnach sollen keine zusätzlichen Extragebühren mehr erhoben werden dürfen, nur weil jemand im europäischen Ausland ist oder jemanden dort kontaktiert. Mit diesem Vorstoß der Industriekommission der EU wird Europa ein Stück mehr zusammenrücken, und zwar in einem für die Verbraucher sehr wichtigen Punkt. Das Komitee des EU-Parlaments hat laut Reutersdie Abstimmung aus formellen Gründen verschoben. Bei einer Zustimmung geht das Papier weiter an das gesamte EU-Parlament und an die Länder. Erst wenn hier überall Einigkeit herrscht, gilt der Vorschlag. Von Providerseite aus ist wohl mit Widerstand zu rechnen, sie könnten in Sachen Roaming keine Zusatzgelder mehr abrechnen.


via chip.de

Sonntag, 29. September 2013

EU plant einheitliches microUSB-Ladesystem für alle Smartphones

Im Androidbereich ist MicroUSB seit Jahren Standard – es gibt kaum ein Smartphone, das sich nicht an diesen Industriestandard hält. Das ist (unter Anderem) der Verdienst diverser Standardisierungsgremien, die ihre Mitglieder zur Verwendung von MicroUSB angewiesen haben.
Samsung’s Tablets stellen die einzige nennenswerte Ausnahme dar: es gibt einige (ältere) Modelle, die sich durch einen an Apple’s klassischen Port erinnernden Stecker aufladen lassen. Sonst sind alle Firmen auf Linie, auch der früher weit verbreitete MiniUSB-Stecker ging den Weg alles Irdischen.
Das Galaxy Tab 2 7.0 hat keinen MicroUSB-Anschluss - die meisten anderen Tablets halten sich an den Industriestandard.
Das Galaxy Tab 2 7.0 hat keinen MicroUSB-Anschluss – die meisten anderen Tablets halten sich an den Industriestandard.
Die EU-Kommission springt auf diesen Zug auf. Nachdem MicroUSB im Jahr 2010 als “Standard” festgelegt wurde, soll nun eine verbindliche Richtlinie folgen. Es ist durchaus denkbar, dass es sich hierbei um eine rein populistische Maßnahme handelt.
Den meisten Herstellern war das “Gefrickle” mit aufgrund der geringen Stückzahl teuren und unerprobten proprietären Steckern “zu dumm”. Die diversen USB-Steckerchen hatten schon vor der Verabschiedung des Papiers durchgesetzt, die Änderung war kein Verdienst der EU.
Das lag unter Anderem daran, dass Firmen wie Palm immer wieder Probleme mit ihren hauseigenen Steckerdesigns hatten. Verbindungen wie Micro- und MiniUSB sind millionenfach erprobt. Außerdem ermöglicht die Standaridierung auf MicroUSB das “Kapern” von fremdem Zubehör. Notfalls muss der Gerätehersteller eben selber einen Treiber liefern – aus elektrischer Sicht lässt sich Zubehör vom Konkurrenten ohne Probleme an die eigene Hardware anschließen.
Da die meisten User der Standardisierung positiv gegenüberstanden, gaben die Hersteller dem Kundenwunsch nach. Teure Originalnetzteile der Hersteller werden sowieso nur von jenen Personen gekauft, die einen offenen Industriestandard nicht verstehen – diese Kundenschicht käme von Haus aus nie auf die Idee, “ein Nokia-Netzteil an ein Samsung anzuschließen”.
Zudem profitiert die klassische Elektronikundustrie vom Trend zu MicroUSB. Einplatinencomputer wie der RaspBerry Pi und/oder das BeagleBone müssen nicht mehr mit einem proprietären Netzteil ausgeliefert werden: wer ein MicroUSB-Steckernetzteil zu Hause hat, kann sein Computerchen sofort und ohne Aufwand online nehmen.
In China war man über diese Änderung erfreut. Telefone wie das legendäre GSPDA M70 litten – unter Anderem – darunter, dass Zubehör nur vom (ausschließlich in China anzutreffenden) Hersteller erhältlich war: geht das Netzteil kaputt, so ist das Gerät Schrott. Dem Autor ist mehr als nur ein Unternehmen bekannt, in dem ein Rollout des M70 aus diesem Grund abgelehnt wurde.
Durch die Standardisierung wäre dieser Kritikpunkt entschärft. Deshalb war nicht damit zu rechnen, dass die chinesische Regierung ihre Staatsanleihenreserven “zur Bändigung” der EU-Bürokraten einsetzt.
So bot sich für die EU-Kommission eine geradezu wunderbare Möglichkeit, Sympathien zu gewinnen. Die Hersteller hatten sich sowieso schon geeinigt – der offene Standard hat sich durchgesetzt. Nun gibt es kaum einen Politiker, der so eine Gelegenheit nicht “am Schopf ergreift” und sich selbst ins beste Licht rückt.