Posts mit dem Label EU werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label EU werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Montag, 17. März 2014

Smartphones & Handys: EU-Parlament votiert für universelle Ladegeräte

Das EU-Parlament hat sich am vergangenen Donnerstag mit einer überwältigenden Mehrheit für eine einheitliche Ladelösung für mobile Geräte ausgesprochen, die auf dem europäischen Kontinent verkauft werden. Mit diesem Plan will man der leidigen Suche nach einem passenden Ladegerät die Stirn bieten und zudem jährlich51.000 Tonnen Elektromüll einsparen.
In spätestens drei Jahren sollen laut eines Gesetzentwurfs zur Neufassung der Vorschriften für „Funkanlagen“ sämtliche in der EU verkauften Mobiltelefone mit einem „gemeinsamen Ladegerät kompatibel sein, um unnötigen Abfall zu verringern, Kosten zu senken und die Nutzung zu vereinfachen“. Der Gesetzentwurf wurde mit 550 Stimmen angenommen, es gab lediglich 12 Gegenstimmen und 8 Enthaltungen. Dieser muss zwar noch vom Rat verabschiedet werden, dabei handelt es sich aber wohl eher um eine Formalie. Die EU-Mitgliedstaaten haben dann zwei Jahre Zeit, diese Vorschrift in nationales Recht umzusetzen, anschließend haben die Hersteller noch ein weiteres Jahr, sich auf „die verbindliche Anwendung der neuen Vorschriften vorzubereiten“, sprich: ein entsprechendes Produkt anzubieten.
Das bedeutet, dass wir erste einheitliche Ladegeräte bis 2017 im Handel sehen werden. Allerdings muss vorab noch entschieden werden, mit welchen Produkten diese Ladegeräte kompatibel sein müssen, denn es handelt sich hier nicht ausschließlich um Handys im Allgemeinen, sondern auch um weitere „Funkanlagen“ für Funk-Zentralverriegelungen bei Fahrzeugen und Modems. Außer den genannten Aspekten der Müllreduktion und Vereinfachung für Konsumenten zielen die Vorschriften zudem darauf ab, „gegenseitige Störungen auszuschließen und sicherzustellen, dass grundlegende Sicherheits- und Gesundheitsanforderungen erfüllt“ werden.
Auf dem Smartphone-Sektor existiert im Grunde schon eine recht einheitliche Regelung: Nahezu alle Geräte lassen sich per Micro-USB-Port laden – abgesehen von Apples iPhones und den Tablets einiger Hersteller mit proprietären Anschlüssen. Die meisten Hersteller – auch Apple – haben ihre Ladegeräte aber so konstruiert, dass Kabel und Netzteil vom Nutzer zusammensteckt werden müssen, sodass man auch andere Systeme wie Apples Thunderbolt nutzen kann, ebenso passen dank Abwärtskompatibilität auch USB 3.0-Kabel in die Ladestation. Dies ist durchaus positiv zu bewerten. Bei anderen Geräten, die Bestandteil dieses Gesetzes sind, ist dies aber noch nicht unbedingt der Fall. Allerdings stellt sich angesichts der raschen technischen Entwicklungen die Frage, ob USB in drei Jahren überhaupt noch angesagt ist, oder wir unsere Smartphones gar komplett kabellos laden. Andererseits könnte diese Technologie möglicherweise noch einige weitere Jahre benötigen, bis sie in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist.
Außer bei Smartphones und Tablets wäre es durchaus wünschenswert, wenn auch weitere technische Geräteschäften des täglichen Gebrauchs sich mit einer standardisierten Ladelösung mit Strom versorgen ließen. HP hat mit seinem Chromebook 11 bereits gezeigt, wie es geht, denn dieses lässt sich per Micro-USB-Anschluss aufladen. Sicherlich erfordern Geräte mit größeren Akkus eine höhere Stromstärke zur effektiven Ladung, doch dies ist nichts weiteres als eine kleine technische Hürde, die mit Sicherheit lösbar ist.

Dienstag, 25. Februar 2014

Roaming: Ab 2015 ist wohl endgültig Schluss damit

Am 15. Dezember 2015 ist Stichtag: Keine Roaming-Gebühren mehr für Telefonate, SMS und mobilen Datentransfer. Das geht aus einem internen EU-Papier hervor, dasReuters zugespielt wurde.

Egal, in welchem europäischen Land man sich mit seinem Smartphone aufhält und wo man wohnt – man soll "nur das bezahlen müssen, was man zuhause auch zahlen würde". Ursprünglich hatte die EU vor, die Roaming-Gebühren bis 2016 zu stoppen. Die Gebühren schwanken stark, es ist oft schwierig, den Überblick zu behalten. Mancher Auslandsurlaub wird wegen der leidigen Extragebühren teurer als gedacht. Wenn es nach dem Papier geht, ist in absehbarer Zeit Schluss damit.


Roaming Gebühren ad acta


Demnach sollen keine zusätzlichen Extragebühren mehr erhoben werden dürfen, nur weil jemand im europäischen Ausland ist oder jemanden dort kontaktiert. Mit diesem Vorstoß der Industriekommission der EU wird Europa ein Stück mehr zusammenrücken, und zwar in einem für die Verbraucher sehr wichtigen Punkt. Das Komitee des EU-Parlaments hat laut Reutersdie Abstimmung aus formellen Gründen verschoben. Bei einer Zustimmung geht das Papier weiter an das gesamte EU-Parlament und an die Länder. Erst wenn hier überall Einigkeit herrscht, gilt der Vorschlag. Von Providerseite aus ist wohl mit Widerstand zu rechnen, sie könnten in Sachen Roaming keine Zusatzgelder mehr abrechnen.


via chip.de

Sonntag, 29. September 2013

EU plant einheitliches microUSB-Ladesystem für alle Smartphones

Im Androidbereich ist MicroUSB seit Jahren Standard – es gibt kaum ein Smartphone, das sich nicht an diesen Industriestandard hält. Das ist (unter Anderem) der Verdienst diverser Standardisierungsgremien, die ihre Mitglieder zur Verwendung von MicroUSB angewiesen haben.
Samsung’s Tablets stellen die einzige nennenswerte Ausnahme dar: es gibt einige (ältere) Modelle, die sich durch einen an Apple’s klassischen Port erinnernden Stecker aufladen lassen. Sonst sind alle Firmen auf Linie, auch der früher weit verbreitete MiniUSB-Stecker ging den Weg alles Irdischen.
Das Galaxy Tab 2 7.0 hat keinen MicroUSB-Anschluss - die meisten anderen Tablets halten sich an den Industriestandard.
Das Galaxy Tab 2 7.0 hat keinen MicroUSB-Anschluss – die meisten anderen Tablets halten sich an den Industriestandard.
Die EU-Kommission springt auf diesen Zug auf. Nachdem MicroUSB im Jahr 2010 als “Standard” festgelegt wurde, soll nun eine verbindliche Richtlinie folgen. Es ist durchaus denkbar, dass es sich hierbei um eine rein populistische Maßnahme handelt.
Den meisten Herstellern war das “Gefrickle” mit aufgrund der geringen Stückzahl teuren und unerprobten proprietären Steckern “zu dumm”. Die diversen USB-Steckerchen hatten schon vor der Verabschiedung des Papiers durchgesetzt, die Änderung war kein Verdienst der EU.
Das lag unter Anderem daran, dass Firmen wie Palm immer wieder Probleme mit ihren hauseigenen Steckerdesigns hatten. Verbindungen wie Micro- und MiniUSB sind millionenfach erprobt. Außerdem ermöglicht die Standaridierung auf MicroUSB das “Kapern” von fremdem Zubehör. Notfalls muss der Gerätehersteller eben selber einen Treiber liefern – aus elektrischer Sicht lässt sich Zubehör vom Konkurrenten ohne Probleme an die eigene Hardware anschließen.
Da die meisten User der Standardisierung positiv gegenüberstanden, gaben die Hersteller dem Kundenwunsch nach. Teure Originalnetzteile der Hersteller werden sowieso nur von jenen Personen gekauft, die einen offenen Industriestandard nicht verstehen – diese Kundenschicht käme von Haus aus nie auf die Idee, “ein Nokia-Netzteil an ein Samsung anzuschließen”.
Zudem profitiert die klassische Elektronikundustrie vom Trend zu MicroUSB. Einplatinencomputer wie der RaspBerry Pi und/oder das BeagleBone müssen nicht mehr mit einem proprietären Netzteil ausgeliefert werden: wer ein MicroUSB-Steckernetzteil zu Hause hat, kann sein Computerchen sofort und ohne Aufwand online nehmen.
In China war man über diese Änderung erfreut. Telefone wie das legendäre GSPDA M70 litten – unter Anderem – darunter, dass Zubehör nur vom (ausschließlich in China anzutreffenden) Hersteller erhältlich war: geht das Netzteil kaputt, so ist das Gerät Schrott. Dem Autor ist mehr als nur ein Unternehmen bekannt, in dem ein Rollout des M70 aus diesem Grund abgelehnt wurde.
Durch die Standardisierung wäre dieser Kritikpunkt entschärft. Deshalb war nicht damit zu rechnen, dass die chinesische Regierung ihre Staatsanleihenreserven “zur Bändigung” der EU-Bürokraten einsetzt.
So bot sich für die EU-Kommission eine geradezu wunderbare Möglichkeit, Sympathien zu gewinnen. Die Hersteller hatten sich sowieso schon geeinigt – der offene Standard hat sich durchgesetzt. Nun gibt es kaum einen Politiker, der so eine Gelegenheit nicht “am Schopf ergreift” und sich selbst ins beste Licht rückt.

Sonntag, 8. September 2013

Telefonieren im Ausland: EU will Roaming-Gebühren abschaffen

Wer im Ausland sein Handy nutzt, erlebt oft eine böse Überraschung, wenn zu Hause die Rechnung kommt. Dagegen will EU-Kommissarin Kroes vorgehen: Sie drängt Mobilfunkanbieter dazu, Roaming-Zuschläge in Europa freiwillig aufzugeben.

Neelie Kroes, EU-Kommissarin für Digitaltechnik, bereitet das Ende der Zuschläge für den Gebrauch von Mobiltelefonen im Ausland (Roaming) in der Europäischen Union vor. Der Verordnungsentwurf, der FOCUS vorliegt, ruft die Mobilfunkanbieter auf, die Zuschläge bis spätestens Juli 2016 schrittweise aufzugeben und dafür Allianzen mit Anbietern in anderen EU-Staaten einzugehen.

Die noch existierenden Roaming-Gebühren müssen 2014 zudem erneut sinken. Für eingehende Gespräche dürfen sie gar nicht mehr erhoben werden.

Im Entwurf ist von einem „freiwilligen Mechanismus“ zur Beendigung des Roamings die Rede. Halten die Firmen aber an den Zuschlägen fest, können sie ihre Kunden für die Dauer von Auslandsaufenthalten verlieren.

Dafür sollen Konkurrenten bei Grenzübertritt per SMS Angebote für Kurzzeitverträge mit Inlandstarifen machen können. Kommissarin Kroes ist vom Erfolg ihrer Vorschläge überzeugt, die Mitte 2014 in Kraft treten sollen: „Das Ende des Roamings ist nahe.“


Erstvertragsbindung über 24 Monate soll gekippt werden


Ihr Entwurf sieht weitere Verbesserungen für Mobilfunkkunden vor. So soll es für sie keine Erstvertragsbindung über 24 Monate hinaus mehr geben und die Anbieter verpflichtet werden, auch Einjahresverträge vorzusehen.

Darüber hinaus schreibt er vor, dass die Kosten von Festnetz-Verbindungen zwischen EU-Staaten im Normalfall nicht über denen von Fernverbindungen innerhalb des eigenen Landes liegen dürfen.

Internet-Provider müssen künftig genauere und zuverlässigere Angaben über ihr Leistungsangebot machen, vor allem über die tatsächlich erreichte Verbindungsgeschwindigkeit und das Datenvolumen. Die Möglichkeiten für Angebote mit unterschiedlicher Geschwindigkeit und Leistungsumfang werden erweitert.
In dem Entwurf wird zudem die Zersplitterung des europäischen Telekommunikationsmarkts beklagt, die einen Wettbewerbsnachteil darstelle. Es sei „dringendes und entscheidendes Handeln“ nötig, um das zu ändern. Es soll für die Firmen daher künftig einfacher werden, in der gesamten EU zu operieren. Dafür soll nur noch eine einzige Zulassung nötig sein, die sie in ihrem Heimatland erhalten können.


Montag, 1. Juli 2013

Ab heute neue Roaming-Kosten in der Europäischen Union




Montag, der 1. Juli 2013. Seit heute ist Kroatien Mitglied Nummer 28 in der Europäischen Union.  Doch nicht nur dies ist eine Neuigkeit, sondern auch die Tatsache, dass in der EU die neuen Roaming-Gebühren gelten. So kostet derzeit 1 MB maximal 45 Cent, 2012 waren es noch ganze 70 Cent.
Roaming EU
Dies bedeutet, dass der geneigte Surfer im Ausland für schlappe 100 MB immer noch 45 Euro zusätzlich zahlt. Wer also im Urlaub ist und viele Urlaubsbilder verschickt, der sollte sich nicht auf die Roaming-Grenze verlassen, sondern vielleicht auch einmal schauen, ob sein in Deutschland ansässiger Provider Ausland-Specials anbietet.

Alternativ kann man bei längeren Auslandsaufenthalten natürlich auch schauen, ob es lokale Anbieter gibt, die für schmales Geld Datenpakete anbieten. O2 bietet zum Beispiel so etwas an: Das Smartphone Day Pack Eu kostet 1,99 Euro pro Tag und beinhaltet 25 MB. Wer an einem Tag mehr braucht, kann beliebig viele der Packs nachbuchen. Wer einen O2 Blue all in L oder XL Tarif hat, kann 7 bzw. 14 Tage kostenlos im EU-Ausland surfen.
Auch die Telekom passt ihre Roaming-Preise an und verschenkt in einem Aktionszeitraum vom 1. Juli bis 30. September sogar einen Travel & Surf Wochenpass im Wert von 14,95 Euro an Vetragskunden. Der Tageszugang Travel & Surf Daypass M enthält 50 MB und kostet ab 1. Juli nur noch 2,95 Euro. Wie bei O2 auch, kann dieser beliebig oft nachgebucht werden.
Neben den Preisen für die Datenübertragung ist auch das Entgelt beim Empfangen oder Senden von Sprachanrufen gesenkt worden. Eingehende Anrufe kosten maximal 7 Cent, während ausgehende Anrufe maximal 24 Cent kosten. Auch SMS ist etwas günstiger geworden, hier zahlt man innerhalb der Europäischen Union 8 Cent. Bei den angegebenen Preisen handelt es sich um Angaben, die keine Steuern beinhalten.