Google ist in den letzten Jahren gelungen den eigenen Play Store zur primären Anlaufstelle für Apps, Games, Musik, Filme und sogar Bücher eines jeden Androiden aufsteigen zu lassen. Während der Shop früher nur über die mobile Anwendung und die Desktop-Webseite erreichbar war, erhält der Play Store nun auch eine für Smartphones und Tablets optimierte Web-Ansicht.
Man sollte meinen, dass nur wenige Beschwerden bei Google eingingen ob der nicht für mobile Endgeräte optimierten Play Store-Webseite – schließlich wird man auf Smartphones und Tablets in der Regel automatisch auf die Android-Applikation weitergeleitet, sobald ein Play Store-Link aufgerufen wird. Dennoch sah man in Mountain View offenbar einen Bedarf, der mit dem jüngsten „Update“ gedeckt ist. Das Design der mobilen Web-Oberfläche ist durchaus schick und vor allem aufgeräumt. Die Web-Ansicht verfügt sogar über ein „Hamburger-Menü“, das Google derzeit eher zu beseitigen geneigt ist, denn hinzuzufügen.
Der Funktionsumfang entspricht derweil dem der Desktop-Version; es können Inhalte erworben und Apps heruntergeladen werden und viele mehr. Der Download von Apps wird dabei zwar im mobilen Browser initiiert, jedoch von der Play Store-App ausgeführt – dadurch muss der Nutzer keine APK-Datei manuell aufrufen und die Sicherheit seines Androiden gezwungenermaßen durch eine „Installation von Apps aus unbekannten Quellen” gefährden. Allerdings dürfte die mobile Web-Ansicht für reguläre Android-Nutzer somit auch relativ redundant sein, da der Download ebenso gleich über die vorinstallierte Play Store-App getätigt werden kann.
Einen Vorteil bringt die Web-App allerdings auch für Android-Nutzer mit sich: Darüber kann nämlich auch die Hardware-Sektion des Play Stores angesteuert werden um etwa einen Chromecast, Nexus-Geräte oder entsprechendes Zubehör zu ordern – ein Feature, das der Play Store-App kurioserweise noch immer fehlt.
Auf anderen mobilen Plattformen dagegen könnte sich die neue Web-Ansicht für Google lohnen, da somit beispielsweise auf iOS keine Gebühr an Apple abgetreten werden müssen – bei Verkäufen innerhalb einer Anwendung aus dem App Store wandern 30 Prozent der Einnahmen nach Cupertino.
via androidnext.de
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