Freitag, 26. April 2013

Intel: Produktchef bestätigt baldige Android-Notebooks

Bisher waren es Gerüchte, jetzt ist es offiziell: Der Chip-Hersteller Intel wird bald Android-Notebooks antreiben. Beide Firmen setzen auf eine aggressive Preispolitik.



Als ich vor wenigen Tagen über die mögliche Zukunft von stationären PCs und klassischen Laptops spekulierte, waren es noch Gerüchte, die aber gut in meine Vision passten. Android würde bald nicht nur auf Smartphones und Tablets zu finden sein, sondern auch auf Convertibles, die in absehbarer Zeit den klassischen, weniger flexiblen Laptop ersetzen könnten.
Nun hat Intel-Produktchef Dadi Perlmutter offiziell bestätigt, dass zumindest der erste Schritt in diese Richtung bald getan werden wird. So wird der schwächelnde Chip-Gigant Notebooks antreiben, die mit Googles Betriebssystem laufen. Dabei ist noch nicht ganz klar, ob es sich dabei um klassische Laptops oder Convertibles handeln wird, da der Begriff “Notebook” relativ unpräzise auf beide Geräteklassen angewandt wird. Aber einiges deutet darauf hin, dass es hybride Geräte mit abtrennbarer Tastatur und Touchscreen sein werden - die Zukunft eben. 

Kampfpreis und baldige Markteinführung


Die Geräte sollen bereits ab einem Kampfpreis von nur 200 US-Dollar erhältlich sein und zunächst einmal von Intels Atom-Prozessor angetrieben werden. Ein großer Vorteil, der Android-Geräte für Harware-Hersteller attraktiv machen könnte, ist die Tatsache, dass Googles OS lizenzfrei genutzt werden kann, anders als beispielsweise Windows 8. Das erlaubt wiederum eine flexiblere Preispolitik.
Genaue Zeitangaben gibt es noch nicht, aber Perlmutter sagt, er gehe davon aus, dass der Computermarkt in der zweiten Hälfte des Jahres und ins nächste Jahr hinein zulegen werde, wenn “neue Produkte” erhältlich sein werden. Es darf also spekuliert werden, dass er damit auch Android-Notebooks meinte. Auch in höheren Preisklassen will sich Intel scheinbar mit Android zusammentun. So sollen auch Tablets zwischen 399 und 499 Dollar auf den Markt kommen, die dann nicht mit dem Atom-Prozessor, sondern der Core-Modellreihe laufen werden.
Intels Drang weg von seinem Kerngeschäft unterstreicht, in welche Richtung es generell geht. Der Konzern, groß geworden durch seine PC- und später auch Laptop-Prozessoren, versucht schnellstmöglich auf dem Markt der Zukunft Fuß zu fassen. Und als Betriebssystem scheint man Android für die sicherste Wahl zu halten und sich teils sogar offen gegen seinen langjährigen Partner Windows zu platzieren (im Gespräch mit CNET sagte Perlmutter, er gehe davon aus, dass die Großzahl der Notebooks Android- und nicht Windows-basiert sein werden). Wir dürfen also gespannt sein, wohin sich das entwickelt.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen