Mittwoch, 17. April 2013

Android: Ursprünglich als Betriebssystem für Digitalkameras geplant



Nach dem Erfolg des iPhones und damit der steigenden Popularität der Smartphones stieg das 2005 von Google gekaufte Android-Betriebssystem, zum weitverbreitetsten Smartphone-OS auf. Nun hat Andy Rubin auf einer Konferenz in Japan verraten, dass Android ursprünglich als Betriebssystem für Digitalkameras geplant war und der Smartphone-Boom zu einem Umdenken geführt hat.
Die Geschichte von der Entstehung Androids ist soweit bekannt. Andy Rubin hat die kleine Firma mitgegründet, die dann ein Betriebssystem für Smartphones entwickelt hat. Diese Firma wurde 2005 von Google gekauft, Andy Rubin Chef der Android-Abteilung und das mobile OS eines der erfolgreichsten Google-Produkte überhaupt. Nun hat der inzwischen ehemalige Android-Chef auf einer Konferenz in Japan allerdings verraten, dass die Pläne für Android Anfangs in eine ganz andere Richtung gingen.
Anfang 2004 hatte Andy Rubin einen Entwurf von Android an mehrere Firmen gepitcht – dabei handelte es sich aber noch nicht um ein Betriebssystem für Smartphones, sondern für Digitalkameras. Diese sollten per Kabel oder drahtlos mit einem PC verbunden werden und die Bilder dann über das sogenannte Android-Datacenter in der Cloud gespeichert werden.
Allerdings stagnierte der Digitalkamera-Markt zu dieser Zeit bereits, wohingegen Smartphones immer stärker im Kommen waren. Mit ein paar neuen Mitarbeitern aus der Mobilfunkbranche wurde Android so angepasst, dass es auf Smartphones laufen konnte, um als Konkurrenz für Windows Mobile und Symbian ins Rennen geschickt zu werden. Apple kam mit dem iPhone erst 2007 auf den Markt gekommen und war daher zu diesem Zeitpunkt noch gar kein Thema. Damit Android auf so vielen Geräten wie möglich laufen würde, entschied man sich für eine Open Source-Lizenz, die die Hardware-Hersteller damit ohne Lizenzgebühr benutzen konnten.
Den darauf folgenden Aufstieg von Android als Smartphone-Betriebssystem haben auch wir ausreichend dokumentiert. Interessant ist dabei allerdings, dass Android mit Geräten wie der Samsung Galaxy Camera oder der Nikon Coolpix S800 wieder zu den eigenen Wurzeln zurückkehrt.

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