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Donnerstag, 6. März 2014

Android 4.4.2 Kamera-Bug: Google arbeitet an Bugfix, empfiehlt Skype testweise zu deinstallieren

Mit Android 4.4.2 hat Google die Kamerasoftware in vielerlei Hinsicht optimiert – insbesondere für das Nexus 5. Der Autofokus ist schneller, wie auch die Auslösezeit, wodurch der eingangs eher negative Gesamteindruck der Kamera deutlich verbessert wurde. Doch das Update hat auch einen kleinen bösen Kamera-Bug mit sich gebracht, durch den die Akkulaufzeit des Smartphones merklich reduziert wird. Google hat den Fehler mittlerweile erkannt und verspricht einen Fix zu liefern. Bis der Softwarepatch ausgeliefert wird empfiehlt Google, testweise die Skype-App zu deinstallieren.
Seit einigen Wochen füllt sich Googles Issue-Tracker mit hunderten von Beschwerden über einen Bug, der sich durch eine massiv verkürzte Akkulaufzeit von Smartphones, die auf Android 4.4.2 laufen – vornehmlich dem Nexus 5, aber auch dem Note 3 – bemerkbar macht. Öffnet man in den Systemeinstellungen die Übersicht zum Akkuverbrauch erkennt man den Akkukiller mit der kryptischen Bezeichnung „mm-qcamera-daemon“ daran, dass er sich zuoberst in der Auflistung der Energiefresser ansiedelt ist und zwischen 40 und 80 Prozent der Akkuleistung für sich beansprucht. In seltenen Fällen soll es gar zur Überhitzung des Gerätes kommen. Wie jeder andere Bug auch ist er nicht permanent vorhanden, sondern tritt sporadisch auf.
mm-qcamera-daemon-nexus-5-1
Google hat den Software-Fehler vor Kurzem bestätigt und ist mittlerweile dabei, den Fehler zu korrigieren. Allerdings wurde noch kein Zeitraum genannt, wann mit der Freigabe des Bugfixes zu rechnen ist. Besitzer eines Nicht-Nexus-Geräts, wie beispielsweise dem Galaxy Note 3, bei dem dieser Fehler auch beobachtet wurde, sollen sich an die jeweiligen Hersteller wenden. Kurioserweise soll der Kamera-Daemon-Bug beim Note 3 sogar unter Android 4.3 vorhanden sein. Dies hängt nach Aussage eines AOSP-Mitarbeiters damit zusammen, dass der entsprechende Kamera-Daemon zwar auf jedem Gerät mit Qualcomm-Chip vorhanden ist, jedoch für jedes einzelne Smartphone umfassend angepasst wurde. Entsprechend müssen die Hersteller diesen Fehler für jedes Modell einzeln beheben, was unter Umständen eine Weile dauern könnte.
Um die Wahrscheinlichkeit des Auftretens des Kamera-Bugs zu reduzieren, hat Google einige Empfehlungen ausgesprochen: So soll man beispielsweise testweise – falls vorhanden – die Skype-App deinstallieren, die seit einem der letzten Updates die Kamera-Software regelmäßig im Hintergrund anspricht. Andere Apps, die auf die Kamera zugreifen, können allerdings ebenso ein Auslöser sein, die Wahrscheinlichkeit ist laut Google allerdings recht gering. Alternativ könne man aber auch den klassischen Einschalten-Ausschalten-Trick ausprobieren. Dies sind selbstredend nur temporäre Lösungsvorschläge, die möglicherweise Abhilfe schaffen. Ich konnte den Fehler auf meinem Nexus 5 beobachten – ein Geräte-Neustart hat den Bug leider nicht behoben, allerdings war er nach einer Weile von allein verschwunden.

Montag, 11. November 2013

Google Hangouts-Problem: Messenger versendet Gruppen-MMS statt -SMS

Wir sind nicht ganz sicher, ob es ein Bug, eine technische Limitierung oder gar eine von Google gewollte Maßnahme ist, aber die neue Hangouts-App, die fortan den SMS-Versand auf Android-Geräten übernimmt, hat ein relativ dramatisches Problem, das einige Nutzer unter Umstände durchaus ein paar Euro kosten könnte, ohne dass sie das zunächst mitbekommen — statt SMS werden bei Nachrichten an mehrere Kontakte von der Anwendung automatisch MMS versendet.
An sich finde ich die Integration des SMS-Versandes in die Hangouts-App ja eine feine Sache, manche Nutzer sehen das aber anders und hätten gerne auch unterAndroid 4.4 die hergebrachte SMS-Anwendung wieder zurück. Das lässt sich bekanntlich einrichten — und ob eines kleine Fehlers mit etwaigen größeren Auswirkungen für manchen Nutzer könnte es sogar ratsam sein, bis auf Weiteres beim SMS-Versand zu solchen Alternativen zu greifen.
So wird in den Google-Produktforen davon berichtet, dass Hangouts eine SMS mit mehreren Empfängern fälschlicherweise ins MMS-Format umwandelt — und das ist eben nicht nur einfach ein anderer Standard, sondern dürfte die meisten Nutzer bares Geld kosten: So hat der mobile Mensch heutzutage in der Regel zwar eine SMS-Flat oder wenigsten größere Inklusiv-Kontigente für den Versand von Nachrichten über den etwas anachronistischen Short Message Service; MMS sind davon aber meist ausgenommen und kosten extra. So schlägt in meinem nicht ganz günstigen Vodafone Red-Tarif mit SMS-Flat der Versand einer einzigen MMS etwa mit satten 39 Cent zu Buche.
Zu erkennen ist die Umwandlung durch Hangouts lediglich daran, dass unten im Textfeld und rechts beim Absenden-Pfeil in grauen Lettern „MMS“ steht — nicht sehr auffällig und so dürfte es von vielen Nutzern schlicht übersehen werden, dass sie gerade teuer MMS gleich an mehrere Empfänger verschicken.
Hangouts-MMS-screens
In den Einstellungen von Hangouts findet sich derweil zum aktuellen Zeitpunkt keinerlei Option, diesen Umstand abzuschalten. Google selbst hat sich bislang noch nicht dazu geäußert, ob es sich dabei um einen Fehler handelt, der bald behoben wird, oder das Ganze gar Absicht ist.
Wer häufig SMS an mehrere Empfänger versendet, dem raten wir also zu einer alternativen SMS-App – wir haben in der vergangenen Woche bereits zwei Hangouts-Alternativen für den SMS-Versand vorgestellt. Alle anderen, die die SMS-Integration wie ich eigentlich ganz praktisch finden, warten ab, was Mountain View zu dem Phänomen sagt und passen in nächster Zeit einfach auf, was sie da versenden.

Donnerstag, 26. September 2013

Google Hangouts und Google Talk senden Nachrichten an falsche Adressen (Update)


Achtung: zurzeit mehren sich Berichte zu einem Bug in Google Hangouts und Google Talk. Offensichtlich verschicken die beiden Dienste Nachrichten an falsche Empfänger. Google ist informiert. Unter Google Talk - Servicedetails äußert sich Google mit folgenden zwei Sätzen: "Wir untersuchen zurzeit Berichte zu einem Problem mit Google Talk. Weitere Einzelheiten geben wir in Kürze bekannt".

Update: Google teilt mit: "Wir werden bis um 26.09.13 13:00 ein Update mit weiteren Informationen zu diesem Problem bereitstellen. Vielen Dank für Ihre Geduld".